Harburg Arcaden-Center- managerin Melanie Wittka. Foto: da
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René Dan, Hamburg-Süd. In die Hamburger Innenstadt kommen auch nach der Öffnung der Geschäfte viel weniger Menschen – wie aber sieht es südlich der Elbe aus? „Harburg ist relativ glimpflich davongekommen“, sagt Melanie-Gitte Lansmann. Die Geschäftsführerin von Citymanagement Harburg – der Interessenvertretung der Harburger Citywirtschaft – sieht bei der Harburger Nahversorgung eine Auslastung von 70 bis 75 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Ähnlich die Analyse von Centermanagerin Melanie Wittka für die Harburg Arcaden: „Wir liegen bei der Kundenfrequenz gegenüber dem Vorjahr inzwischen wieder bei 75 bis 80 Prozent des üblichen Niveaus.“ Über die Höhe der Umsätze der Centermieter liegen ihr noch keine Zahlen vor.
Hat sich das Einkaufsverhalten der Menschen verändert? „Die Einkäufe werden gezielter gemacht, um nicht länger als notwendig außerhalb des häuslichen Bereichs zu bleiben“, sagt Melanie Wittka. Zudem laden die Atemschutzmasken, die aus gutem Grund diszipliniert getragen werden, nicht zu einem ausgiebigen Einkaufsbummel ein. Andererseits könnte sich die Verweildauer in den Arcaden durch die wieder geöffnete Gastronomie verlängern, vermutet Melanie Wittka. Die wirtschaftlichen Stadtteilzentren, so die Beobachtung von Melanie-Gitte Lansmann, „profitieren weiterhin vom Homeoffice“: Man kauft nach der Arbeit bei sich vor Ort und nicht in der Hamburger Innenstadt ein.
Was Citymanagerin Lansmann und Centermanagerin Wittka gleichermaßen freut: Der Senat hat die 800 Quadratmeter-Obergrenze für Verkaufsflächen gekippt. Und so können zum Beispiel Adler Moden in den Harburg Arcaden ebenso wie Mediamarkt, H&M oder C&A im Phoenix-Center sowie Karstadt den Kunden wieder ihr ganzes Sortiment vor Ort präsentieren.
Ob kleines oder großes Geschäft, Melanie Wittka betont: „Alle sind froh, wieder arbeiten zu können.“ Ihr Fazit: „Das Geschäftsleben läuft unter den gegebenen Umständen gut.“ Citymanagerin Melanie-Gitte Lansmann hofft, dass viele Geschäfte die Krise überleben. Und: „Es wäre schön, wenn die Bürger auch künftig sehen, wie wichtig es ist, in der Nähe – beispielsweise in kleinen Boutiquen oder dem Buchladen vor Ort – einzukaufen.“

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