So sah es zum Saisonstart auf der Elbe aus. Foto: MSC

Der Mühlenberger Segel-Club mit coronabedingtem verspäteten Saisonstart auf der Elbe

Jens Beeskow, Hamburg-West

Aufatmen beim Mühlenberger Segel-Club und allen Seglern im Hamburger Westen: Es darf unter coronabedingten Einschränkungen wieder Sport getrieben werden. Das betrifft in Teilen nun auch den Segelsport. Und so sieht man jetzt wieder die Boote mit Kindern und Jugendlichen auf den Segelrevieren der Stadt – wenn es auch noch ein wenig schwierig ist, die vielen Abläufe zu regeln.

„Der MSC hat langsam angefangen, die Einhandsegler wieder aufs Wasser zu bringen. Die ersten Gruppen waren schon draußen. Und wir versuchen nach und nach, dass auch die Jüngeren wieder segeln können“, sagt Grit Müller vom MSC.

Wir segeln auch nicht bei zu viel Wind, weil wir vermeiden wollen, dass jemand kentert und gerettet werden muss

Grit Müller
MSC

Grit Müller weiter: „Die Kinder und Jugendlichen sind glücklich, die haben sich richtig gefreut, dass es wieder losgehen kann, auch wenn Regatten, die ja jetzt fast jedes Wochenende wären, noch wegfallen.“

Die Rahmenbedingungen seien noch recht schwierig: Das Bootshaus darf noch nicht benutzt werden, es gibt bunte Markierungen auf dem Boden, wo die Boote vorbereitet werden dürfen. Vor- und Nachbesprechungen sind nicht möglich, sodass die Trainer vorab E-Mails mit Anweisungen fürs Training verschicken. „Wir segeln auch nicht bei zu viel Wind“, erklärt Grit Müller, weil wir vermeiden wollen, dass jemand kentert und gerettet werden muss. Die Trainer versuchen auch, auf dem Wasser nicht zu dicht ranzufahren.“

Der MSC ist weiter in enger Abstimmung mit dem Hamburger-Segler-Verband, der sich sehr gut um die Vereine kümmert. „Und wir drücken die Daumen, dass bald auch wieder Wettfahrten möglich sind, aber jetzt sind erstmal alle froh, überhaupt wieder segeln zu können.

Das gilt auch für Marla Bergmann und Hanna Wille. Die beiden Talente aus dem DSV-Nachwuchskader dürften jetzt auch schon wieder aufs Wasser, denn Zweihandsegeln wie in ihrer rasanten Klasse 49er FX ist auch wieder freigegeben. Allerdings waren die Elbmädels bislang noch nicht wieder im Boot, denn gerade laufen für beide die Abiturprüfungen. Sie waren zuletzt beim Trainingslager im französischen Hyères auf dem Wasser. Der Saisonauftakt auf dem Gardasee in Oberitalien fiel in die Anfangsphase der Corona-Krise und wurde daher abgesagt.

Wie es für die beiden ambitionierten Mädels jetzt weitergeht, steht in den Sternen. Für die erste Jahreshälfte sind alle Wettkämpfe verschoben oder abgesagt. Auch die Kieler Woche ist ja vorerst in den September verlegt worden. „Wann wieder Wettfahrten für die beiden möglich sind, hängt auch von anderen Ländern ab, denn sie sind ja auch viel international unterwegs“, so Grit Müller. „Und da ist nicht abzusehen, wann das wieder möglich sein wird.“ Es könnte auch sein, dass es für die Elbmädels eine verlorene Saison wird.

Die Elbmädels, Marla Bergmann und Hanna Wille, bei der Saisonvorbereitung in Hyères (Frankreich) und Mallorca. Foto: MSC

 

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