Das JuBa an der Bahrenfelder Chaussee (gegenüber vom Lidl) hat im letzten Jahr seinen 25. Geburtstag gefeiert. Foto: cvs

und Polizei warnen vor Betrugsmasche

Christopher von Savigny, Bahrenfeld
„So etwas würden wir nie machen“, sagt Marco Schwarz, Leiter des ASB Jugend- und Freizeitzentrums (JuBa) in der Bahrenfelder Chaussee. Unsere Jugendlichen nach draußen zu schicken, um für uns zu sammeln – das käme für uns nicht in Frage!“ Anfang Mai hatte das JuBa davon Wind bekommen, dass offenbar zwei junge Leute im Alter von 18 bis 20 Jahren mit einer Spendenbüchse im Stadtteil unterwegs sind, um bei Anwohnern um Geld für die Einrichtung zu bitten. Die beiden hätten sich als Schüler der Stadtteilschule Bahrenfeld ausgegeben. Das JuBa warnt ausdrücklich davor, den angeblichen Spendensammlern zu vertrauen. „Wenn unsere Jugendlichen überhaupt mal eine Sammlung machen, dann zum Beispiel im Rahmen eines Kuchenverkaufs – etwa wenn eine Ferienreise oder ähnliches finanziert werden soll.“
Bei der Hamburger Polizei steht das Thema „illegale Spendensammler“ derzeit hoch im Kurs. Aktuell wird vor Personen gewarnt, die mit gefälschten Spendenlisten unterwegs sind und vorgeblich für Taubstumme und körperlich Behinderte sammeln. „Echte sind von unechten Spendensammlern schwer zu unterscheiden“, sagt Polizeisprecher Ralph Nachbar. Daher solle grundsätzlich nur bargeldlos und auch nur an bekannte und seriöse Organisationen gespendet werden.
„Es kann sich auch um einen Trick von Taschendieben handeln“, fügt der Sprecher hinzu. „Man zückt das Portemonnaie, und hinterher ist viel mehr Geld weg, als man spenden wollte.“ Wegen der Corona-Pandemie raten die Beamten generell dazu, den Mindestabstand einzuhalten. Im Verdachtsfall sei umgehend die Polizei unter der Nummer 110 zu verständigen. „Besonders emotionale Appelle und angstmachende Botschaften seitens der Spendeneintreiber sollten jeden misstrauisch machen“, sagt Nachbar. „Solches Verhalten ist typisch für unseriöse Organisationen.“ Zum aktuellen Fall habe man allerdings keine Erkenntnisse.
Unterstützung beim „Homeschooling“
Für das JuBa beginnt in diesen Tagen – nach acht Wochen Corona-Zwangspause – wieder der Betrieb.
„Wir werden erstmal nur eine Handvoll Leute auf einmal hineinlassen und dies auch nur für einen begrenzten Zeitraum“, sagt er. Günstig sei es, sich vorher telefonisch anzumelden. In den vergangenen zwei Monaten hatte das JuBa Einzelbetreuung angeboten, etwa bei den Hausaufgaben. „Für viele ist das digitale Lernen schwierig, weil sie zum Beispiel zuhause nur ein kleines Smartphone zur Verfügung haben. In dem Bereich können wir sie gut unterstützen“, sagt Schwarz.
Warnt vor falschen Spendensammlern: JuBa-Leiter Marco Schwarz. Foto: cvs

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