Symbolischer erster Spatenstich für die A26 West. Mit dabei waren Enak Ferlemann (Mitte, Staatssekretär Bundesverkehrsministerium), Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (2.v.l.), der niedersächsische Verkehr-Staatssekretär Berend Lindner (2.v.r.), Dirk Brandenburger (r., Deges) und Oliver Grundmann (MdB). Foto: R. Legrand/deges
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Bis 2025 soll der 8,7 Kilometer lange Abschnitt der A26 West zwischen Neu Wulmstorf und der A7 fertiggestellt werden

Olaf Zimmermann, Hamburg-Süd. Baustart für die Moorautobahn A26 West zwischen Neu Wulmstorf und der A7. Mit dem 8,7 Kilometer langen Abschnitt wird die Lücke zwischen Neu Wulmstorf und der A7 in Hamburg geschlossen. Es entstehen 17 Brücken, ein 190 Meter langer Tunnel unter der Hafenbahn und ein Autobahnkreuz an der A7. Ab 2025 soll der Verkehr auf der neuen A26 West von Stade bis zur A7 fließen und die B73. „Die A26 wird dazu beitragen, die B73 und den Obstmarschenweg stark vom Lkw-Verkehr zu entlasten“, lobt der Neugrabener Bürgerschaftsabgeordnete Matthias Czech (SPD).
In der Vergangenheit hatten die Planer der Stadt mit Umweltverbänden heftig um die Trasse der Moorautobahn zwischen dem Natur- und Vogelschutzgebiet „Moorgürtel“ und dem Obstanbaugebiet „Alten Land“ gerungen. Am Ende stand ein Kompromiss: Die Verbände verzichteten auf eine Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss, die Stadt sagte im Gegenzug ein millionenschweres Umweltpaket zu, mit dem die Auswirkungen des Autobahnbaus auf die Natur gemildert werden. Konkret wurden Verbesserungen beim Lärmschutz durchgesetzt und ein Korridor zwischen den ökologisch wertvollen Bereichen Alte Süderelbe und Moorgürtel dauerhaft gesichert.

Die A26 wird dazu beitragen, die B73 stark vom Lkw-
Verkehr zu
entlasten
Mathias Czech (SPD),
Bürgerschaftsabgeordneter

Die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges), deren Gesellschafter der Bund und zwölf Bundesländer sind, wird den Bau umsetzen.
Die geplante Fortführung der A26 über Moorburg und Wilhelmsburg an die A1, die so genannte A26 Ost (Hafenquerspange), ist weiter umstritten. „Wir brauchen eine Entlastung für die Hafenverkehre und für die großräumigen Verkehre von Ost nach West“, begründet Verkehrsstaatsrat Andreas Rieckhof. „Die Realisierung der A26- Ost ist längst überfällig“, mahnt der Wirtschaftsverein für den Hamburger Süden.
Heftige Kritik kommt dagegen vom Bündnis Verkehrswende Hamburg, einem Zusammenschluss von Initiativen aus Moorburg, Harburg, Bostelbek und Wilhelmsburg: „Die A26 bei Moorburg bis zur A7 zu führen, ist akzeptabel. Aber: Bis hierher und nicht weiter!“
Für die geplante Verlängerung „gibt es keinen Bedarf. Die A26-Ost widerspricht diametral den Anforderungen einer Verkehrswende, die ein wesentlicher Beitrag für den Klimaschutz ist. Sie wird auch den Interessen des Hafens an einer Anbindung der Hamburger Seehäfen an das Autobahnnetz nicht gerecht.“

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