Philippe Geuer trainiert in Nicht-Coronazeiten am Olloweg. Foto: pr
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Extremsportler Philippe Geuer sammelt Spenden für die UKE-Coronaforschung und die Hamburger Tafel

Gaby Pöpleu, Hamburg-West

24 Stunden immer im Kreis auf einem Zwei-Kilometer-Rundkurs auf dem DESY-Gelände – das allein dürfte für Normalsportler schon eine Herausforderung sein. Philippe Geuer hat sie angenommen und läuft am Sonnabend, 30. Mai, ab 11 Uhr auf Zeit, um an einem Tag so viele Kilometer wie möglich zu machen. Der Extremsportler – er ist zum Beispiel durch den Ärmelkanal geschwommen, war beim Ironman auf Lanzarote und einem sechs-Tage-Wüstenlauf in der Westsahara dabei – will in der Coronakrise helfen, sammelt Spenden für die UKE-Coronaforschung und die Hamburger Tafel.

Die Kosten für den Lauf trägt Geuer größtenteils selbst, sein Arbeitgeber stellt kostenlos das Gelände, der GPS-Tracker wird gesponsort. Der Eimsbütteler Geuer kommt aus Köln, war Extremsportler und Mitglied des Triathlon-Nationalteams. Ein Unfall auf dem Rad beim Training warf ihn 2014 für zwei Jahre komplett aus der sportlichen Bahn: Koma, drei Monate Krankenhaus, die linke Schulter komplett kaputt, der Unterarm blieb taub, die linke Hand nicht zu gebrauchen. Doch Philippe Geuer kann den Extremsport auch nicht lassen, fängt mit schwimmen an, kämpft sich bis zur Europameisterschaft 2018 in Slowenien und schwimmt dort über fünf Kilometer Freiwasser mit.

Bei Desy wird auch an Corona geforscht, ich habe also auch einen direkten Bezug dazu Philippe Geuer,
Betriebswirt und Extremsportler

Der ehemalige Triathlet treibt heute nur noch zum Ausgleich Sport, sagt er. Allerdings noch immer auf Leistungsniveau, mit immer noch üppigen Trainingseinheiten, zwei am Tag: Bis die Schwimmbäder wegen Corona dicht machen mussten, war er zweimal täglich im 50-Meter-Outdoor-Becken des Schwimmvereins Poseidon im Olloweg unterwegs. „Das ist toll dort“, sagt er, die Begeisterung für das Bad ist aus seiner Stimme zu hören, „Das ist so, wie man es von früher kennt, mit viel Old-School-Charme: Schwimmbecken, Liegewiese sonst ist da nichts“, da könne man noch richtig schwimmen. Doch wie alle Schwimmvereine ist auch Poseidon nun dicht.

Geuer sattelte kurzfristig um, läuft jetzt zweimal täglich zehn Kilometer zum Job nach Bahrenfeld, wo er als Betriebswirt bei DESY arbeitet. „Hier wird auch an Corona geforscht, ich habe also auch einen direkten Bezug dazu.“

Zuschauer sind auf dem öffentlichen DESY-Campus durchaus erlaubt, natürlich mit Abstand. Start und Ziel sind am Kreisverkehr auf dem DESY-Gelände in der Notkestraße. Wer die Spendenaktion unterstützen möchte, kann sich mit einem frei wählbaren Betrag pro Kilomter oder einer festen Summe online registrieren.

❱❱❱ http://www.sports-crowdfunding.de/projekte/39-24-stunden-sololauf-corona-proathlet

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