Nese Wagner (l.), Ali Bademoglu und Monika Dwinger von KoALA kümmern sich um hilfsbedürftige Senioren im Stadtteil. Foto: cvs

Einkaufen, Arbeiten im Haushalt oder mal ein Ausflug ins Grüne: Viele Tätigkeiten, die dem Normalbürger ganz selbstverständlich erscheinen mögen, trauen sich die Älteren unter uns oft alleine nicht mehr zu. In diese Lücke stößt ein neues Angebot des Vereins KoALA, ein sozialer Beschäftigungsträger aus Altona: Das Projekt „LuBiene Alltagshilfe“ unterstützt und begleitet Senioren aus Lurup und Osdorf bei Alltagstätigkeiten wie Arztbesuchen, Botengängen und beim Besorgen von Lebensmitteln. Auch gemeinsame Freizeitunternehmungen (Spaziergänge, Vorlesen, Konzertbesuche und ähnliches.) sind möglich.

Angesprochen sind Senioren und deren Angehörige, ebenso Rollstuhlfahrer und Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen. Für die Dienstleistung wird ein geringer Stundenbeitrag berechnet, der sich nach dem jeweiligen Einkommen bemisst. „Unser Ziel ist es, den Senioren so lange wie möglich ein eigenständiges Leben zu ermöglichen“, sagt Nese Wagner aus dem KoALA-Leitungsteam.

Start zunächst mit „kontaktfreien Angeboten“

Sein Zuhause hat das Projekt in der Ladenzeile neben dem Netto-Markt in der Langbargheide (Adresse s. u.). Dort haben die KoALA-Mitarbeiter Monika Dwinger und Ali Bademoglu in den letzten Tagen und Wochen ihr neues Büro eingerichtet. „Gerade für die Stadtteile Lurup und Osdorf ist so ein Angebot wichtig, da hier viele sozial schwach gestellte Menschen leben“, sagt Monika Dwinger. Kontakt zu den Bedürftigen findet der Verein zum Beispiel über Kirchengemeinden, Wohnungsbaugenossenschaften oder über die Diakonie. „Pflegehilfe bieten wir allerdings nicht an“, betont Dwinger.

Eine engagierte, zehn- (später 15-)köpfige Gruppe von Langzeitarbeitslosen bildet das Team der künftigen „Alltagsbegleiter“. Zurzeit werden die Helfer gemäß der Hamburger Pflegeverordnung geschult – insbesondere gesundheitliche Aspekte (Mundschutz, Handschuhe) spielen in Coronazeiten eine wichtige Rolle. „Wir fangen mit den kontaktfreien Angeboten an“, sagt Dwinger. Die neue Tätigkeit soll für die Betreuer auch ein Sprungbrett zurück in den ersten Arbeitsmarkt sein. Der Startschuss für das Projekt „Lubiene“ fällt am Montag, 18. Mai.

❱❱ LuBiene Alltagshilfe KoALA, Lüdersring 2c (Zugang über Langbargheide), Tel. 84 05 63 45

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