Den Kapp-Putsch in Harburg vom März 1920 analysiert die Geschichtswerkstatt Harburg in ihrem neuen Buch. Foto: pr

Siegmund Borstel, Harburg

 

„Der Harburger Blutmontag“ – hinter diesem Titel verbirgt sich kein neuer Harburg-Krimi, sondern ein Sachbuch der Geschichtswerkstatt Harburg über ein historisches Ereignis von hoher politischer Bedeutung, das bis in die heutige Zeit nachwirkt.

Im März 1920 trafen während des Kapp-Putsches in Heimfeld bewaffnete Arbeiter auf eine ebenfalls bewaffnete Freikorps-Brigade, die sich in der Mittelschule in der Woellmerstraße verschanzt hatte. Die Harburger konnten damals noch nicht wissen, dass der Putsch nach nur vier Tagen zu Ende sein würde und verteidigten die gerade errungene Demokratie gegen die rechtsgerichteten Putschisten mit Waffengewalt.

Zum 100. Jahrestag des Harburger Blutmontags haben Fabian Pleiser, Kirstin Rachow, Thomas Steege, Jan Stöver und Regine Wörmer von der Harburger Geschichtswerkstatt die Literatur zum Thema gesichtet, Quellen in den Archiven in Stade und Hamburg recherchiert und die Fakten neu diskutiert.

Herausgekommen ist ein reich bebildertes Buch, die nicht nur die Ereignisse ausführlich und anschaulich darstellt, sondern darüber hinaus deren unterschiedliche Bewertung in der Weimarer Republik, zur Zeit des Nationalsozialismus und in der heutigen Zeit aufzeigt.

Das neu erschienene 74 Seiten umfassende Buch der Geschichtswerkstatt Harburg „Der Harburger Blutmontag – Der Kapp-Putsch in Harburg im März 1920“ (ISBN 978-3-943560-06-0) ist für zwölf Euro im örtlichen Buchhandel erhältlich.

❱❱ www.geschichtswerkstatt-harburg.de

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