Seit Montag, 27. April, gilt auch in Hamburg eine Maskenpflicht. Foto: panthermedia
Anzeige


Corona-Pandemie: In Bussen, Bahnen, beim Einkaufen und
auf Wochenmärkten müssen Mund-Nasen-Bedeckungen
getragen werden

Olaf Zimmermann, Hamburg. Viele Geschäfte haben wieder geöffnet, in Schulen werden Abschlussklassen auf ihre Prüfungen vorbereitet, in Bussen und Bahnen steigt die Zahl der Fahrgäste – erste Schritte auf dem langen Weg zurück zur Normalität. Um zu verhindern, dass die Zahl der Coronainfizierten wieder schneller ansteigt, gilt jetzt in Hamburg wie in allen Bundesländern eine Maskenpflicht.
Eine so genannte Mund-Nasen-Bedeckung muss in Bahnen und Bussen, beim Einkaufen im Einzelhandel und auf Wochenmärkten getragen werden. „Durch eine solche nicht medizinische Maske sollen Tröpfchen, die beim Husten, Niesen oder Sprechen entstehen, abgefangen werden. So kann das Risiko, eine andere Person anzustecken, verringert werden“, heißt es in einer Mitteilung der zuständigen Behörde. Statt einer Maske können auch Schals getragen werden. Kinder unter sieben Jahren müssen keine Masken tragen.
Der Senat hat zwar das Tragen von Masken vorgeschrieben, aber keine an die Bevölkerung verteilen lassen. Wo in Hamburg gibt es Mund-Nasen-Bedeckungen? In Apotheken oder bei einigen Einzelhändlern. Eine Übersicht über Geschäfte, in denen Masken erhältlich sind, findet man im Internet auf hamburg.de unter Mundschutz Hamburg.
Geschäftsinhaber müssen bei ihren Kunden die Einhaltung der Maskenpflicht kontrollieren. Personen ohne Masken müssen aus dem Geschäft verwiesen werden. Bei Verstößen droht Geschäftsinhabern ein Bußgeld.
Wichtig: Unbedingt weiterhin Abstand (mindestens 1,5 Meter) von anderen Personen halten und auf eine gute und regelmäßige Händehygiene und das Einhalten der Husten- und Niesregeln (Husten und Niesen in die Ellenbogenbeuge, einmalige Nutzung eines Papiertaschentuches) achten.
Erfreuliche Nachricht für Familien: Kita-Kinder bekommen auch für den Zeitraum der Kita-Notbetreuung ein warmes Mittagessen. Mahlzeiten für nicht in der Notbetreuung untergebrachte Kinder können von den Eltern in der zuständigen Kita abgeholt werden.
Zur Unterstützung von Hamburger Sportvereinen, die durch die Coronakrise in wirtschaftliche Probleme geraten, wurden fünf Millionen Euro bereitgestellt. Jeder Verein wird mit maximal 25.000 Euro gefördert. Diese Unterstützung muss nicht zurückgezahlt werden. Mehr
Infos gibt es unter www.hamburger-sportbund.de/ corona-nothilfe

Infizierte
Die Zahl der Corona-Fälle in Hamburg steigt weiter an. Aktuell liegt sie bei 4.658 (Stand 27. April). Rund 3.300 früher als positiv getestete Hamburger gelten als genesen.
Laut Gesundheitsbehörde sind demnach rund 1.200 Hamburger mit dem Coronavirus infiziert. Damit sind mehr als doppelt so viele Menschen bereits genesen als akut infiziert.
Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts sind bislang 142 Hamburger an dem Virus gestorben.

Stoffmasken richtig reinigen
Seit Montag gilt in Hamburg die Maskenpflicht. Viele tragen selbst genähte Masken, die sie mehrmals verwenden können. Damit die Masken ihren Zweck erfüllen, sollten Träger sie nach jedem Gebrauch waschen. Dr. Wolfgang Reuter (DKV) rät: „Um Keime abzutöten, sind mindestens 60 Grad Celsius mit einem Vollwaschmittel in der Waschmaschine zu empfehlen.
Wer nicht ständig die Maschine anschalten möchte, kann die Maske auch mindestens fünf Minuten lang in kochendes Wasser legen, zum Beispiel in einem Topf auf dem Herd.
Manche Virologen raten auch zum Bügeln: Hier darauf achten, dass der Stoff und die Nahtstellen richtig heiß werden.
Von einer Reinigung im Back-ofen oder in der Mikrowelle raten viele Experten ab. Insbesondere bei Masken mit Drahtbügeln besteht hier die Gefahr von Funkenflug oder einem Verbrennen des Stoffs. Sind nach dem Waschen Risse oder Beschädigungen zu erkennen, die Maske nicht wiederverwenden.
Übrigens: Vor dem Auf- und nach dem Absetzen gründlich die Hände waschen, damit die Maske keimfrei bleibt, und sie möglichst nur an den seitlichen Gummibändern anfassen!“

Hier gibt’s Infos
Arztruf Hamburg: Tel 116 117
Diese Nummer kann jeder anrufen, der krank ist und Kontakt zu einem Arzt haben möchte

Speziell für Patienten mit Erkältungsbeschwerden und Corona-Verdacht wurden hamburgweit zehn Infektpraxen eingerichtet. Diese Praxen sollen Patienten aufsuchen, die keinen Hausarzt haben oder deren Hausarzt die Behandlung infektiöser Patienten ablehnt. Termine für die Infektpraxen werden über die Hotline Tel 22 802-930 vergeben.

Wichtig: Mit Husten oder Erkältungsanzeichen NICHT in eine Krankenhausambulanz gehen oder den Notruf 112 anrufen.

Allgemeine Infos über Corona: Tel 428 284 000 oder auf der Website www.hamburg. de/ corona

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here