Sängerin Nanée aus Stellingen. Foto: pr
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Sängerin Nanée aus Stellingen veröffentlicht Danke-Song

Maren Langenbach, Stellingen

 

Brot und Butter einkaufen, das Auto tanken oder den Bus zur Arbeit nehmen – all das geht, obwohl das Coronavirus unser Leben ansonsten vielerorts noch immer zum Erliegen gebracht hat. Den Menschen, die das ermöglichen, möchte die Hamburger Sängerin Nanée mit ihrem neuen Song danke sagen. „Einfach mal die Helden unserer Zeit feiern. Die, die weiter machen, obwohl sie vielleicht auch lieber zu Hause bleiben würden, allein schon, um sich nicht anzustecken. Doch sie arbeiten weiter, für uns. Davor ziehe ich meinen Hut“, erklärt Sängerin Nanée, die mit bürgerlichem Namen Nannette Emmerich heißt. „Danke den Helden dieser Zeit“ ist seit ein paar Tagen auf Youtube und anderen sozialen Kanälen zu hören.

Das Lied, das auf der Melodie von Nanées Song „Die ganze Welt“ fußt, handelt von Paketboten, Polizisten, Krankenschwestern, Taxifahrern und Kassiererinnen im Supermarkt.

Der Song handelt von Menschen, die trotz der Coronakrise, die ganze Zeit weiter mit anpacken. In Nanées kleinen Homestudio in Stellingen entstand der Text zu dem Song der gebürtigen Rostockerin, die in ihren Liedern gern, ganz Crossover, Einflüsse von Pop, Rock, Blues oder auch Schlager mischt. Initialzündung für den „Corona-Danke-Song“ sei eine Begegnung mit einem Paketboten, der der 44-Jährigen die bestellte Sendung an der Tür vorsichtig und mit lang ausge-strecktem Arm überreichte. „Er hat versucht, den größtmöglichen Abstand bei der Übergabe einzuhalten. Danach habe ich so darüber nachgedacht, wie viele Dienstleistungen wir in dieser globalen Krisenzeit nach wie vor für selbstverständlich halten. Viele setzen sich einem sehr großen Risiko aus, nur, damit es uns weiter gut geht.“ In dem Video, gedreht zu Ostern in der fast menschenleeren Hafencity, gibt die Sängerin ihren Helden ein Gesicht. „Für das Video war es mir besonders wichtig, meine Helden zu zeigen. Besonders freue ich mich, dass ich  die Polizei Hamburg gewinnen konnte, mitzuwirken.“

Die Künstlerin arbeitet bei einer Dachfensterfirma

Nanée selber ist froh, „einen Brotjob zu haben“, den sie derzeit aus dem Homeoffice betreibt. „Viele meiner Musikerkollegen, die komplett von ihrer Kunst leben, stehen im Moment am Rand zu Hartz IV“, weiß die Angestellte bei einem Dachfens-ter-Hersteller. „Wie ich dürfen auch sie keine Konzerte mehr spielen, ihre Einnahmequelle ist ihnen durch die Krise entzogen worden.“

Und dennoch kann die Sängerin dieser Zeit auch sehr viel Positives abgewinnen: „Zusammen mit meinem Bassisten Stefan Bornhöft habe ich, auf Abstand, mein allererstes Facebook-Livekonzert von meinem Wohnzimmer aus gespielt, die Hilfsbereitschaft unter uns Nachbarn wächst, und wir gehen für die Älteren einkaufen – und mit meinem Vater habe ich zu seinem Geburtstag das erste Mal per Video gesprochen und mein Lied für ihn gesungen. Neue Zeiten erfordern neue Wege. Und füreinander da zu sein ist das, worum es geht.“

❱❱ Infos unter: www.nanee-music.com

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