Getrennte Ein- und Ausgänge sollen im Phoenix-Center dazu beitragen, den Mindestabstand einzuhalten. Foto: da
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René Dan, Hamburg. Wie wirken sich die Lockerungen auf den Einzelhandel aus? Wir haben uns umgehört und umgesehen.
Wer das Phoenix-Center betreten will, muss sich umorientieren: Der Zugang beim Bahnhof Harburg ist geschlossen, und wenn man von den Bussen kommt, hängen an den Türen Plakate mit der Aufschrift „NUR AUSGANG“. Gut 20 Meter weiter heißt es dann: „NUR EINGANG.“ Im Center selbst trägt ein Einbahnsystem dazu bei, dass sich Besucher nicht zu nahe kommen. „Fast 100 Pfeile weisen auf dem Boden die Richtung, in die sich unsere Kunden bei ihrem Centerbesuch bewegen sollten“, erläutert Centermanagerin Julita Hansen. Bei Bedarf verteilen Centermitarbeiter Desinfektionsmittel. „Aber das Wichtigste ist, dass die Centerbesucher sich umsichtig verhalten und auf einander Rück-sicht nehmen“, so Julita Hansen.
Eine Einbahnstraßenregelung hat auch das Elbe Einkaufszentrum in Osdorf. In den zehn Meter breiten Gängen führen Pfeile in zwei entgegengesetzte Richtungen. Die Zugangsbereiche zum Center – an denen je ein Desinfektionsspender steht – sind durch Pfeile zweigeteilt in Ein- und Ausgang. In den Einzelhandelsgeschäften des Elbe Einkaufszentrums sind die Zugänge mit Pfeilen in Ein- und Ausgang unterteilt. An Vitrinen sind, wie im Phoenix-Center, Aushänge mit der maximalen Besucherzahl angebracht. „Das sind zwei bis 80 Kunden“, weiß Elbe-Centermanager Gerhard Löwe. Vor jedem Geschäft sorgen bis zu fünf Balken für Mindestabstand beim Warten. Rund 11.000 Kunden hatte das Elbe vergangene Woche jeweils montags bis freitags, verteilt über den Tag ein „entspanntes Einkaufserlebnis“, so Löwe.
Wie die Mieter des Elbe und des Phoenix-Centers hat sich auch Barbara Fischbeck, Inhaberin des „Strumpflädchen“ in der Waitzstraße, über die Öffnung gefreut: „Ich bin happy. Auch der große Zuspruch der Kunden ist sehr schön.“ Im Laden können bis zu zwei Besucher eintreten und sich bei Bedarf auf Wartezonen verteilen.
Warten mit ungewisser Perspektive muss allerdings Borhen Azzouz, Inhaber der Firma SUB-events Veranstaltungstechnik – und König der Harburger Schützengilde. Feste und Messen werden wohl frühestens ab 1. September erlaubt – die Veranstaltungsbranche aber braucht einen Vorlauf von bis zu drei Monaten. Sie könnte somit erst ab Dezember arbeiten.
Diese Problematik hat Azzouz in einem offenen Brief – den weitere Firmenchefs unterzeichnet haben – Wirtschaftssenator Michael Westhagemann geschildert. Mit einem ersten Erfolg. Borhen Azzouz: „Senator Hagemann hat zugesagt, uns zu einem Gespräch einzuladen.“

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