An dieser Stelle ist ausreichend Platz für alle Elbuferbesucher - anderswo sieht es deutlich schlechter aus: Die Altonaer Grünen-Abgeordneten Benjamin Harders (li.) und Holger Sülberg westlich von Teufelsbrück. Foto: CVS
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Auch in Zeiten der Coronakrise sieht man Spaziergänger, Jogger und Radler, die sich in Scharen am Elbufer tummeln. Im Zusammenhang mit der geplanten Sanierung der Elbchaussee (das Elbe Wochenblatt berichtete) fordern die Altonaer Grünen, den Elbuferweg zwischen Nienstedten und Teufelsbrück zu befestigen und den Fuß- vom Fahrradverkehr zu trennen.

Holger Sülberg, Altonaer Grünen-Abgeordneter und Verkehrsexperte, beruft sich dabei auf das Bürgerbeteiligungsverfahren zu Elbchaussee. „Die Leute wollen, dass nicht nur die Straße, sondern auch das Elbufer radtechnisch ausgebaut wird“, sagt er. Auch die Bezirksversammlung hatte dazu im Januar einen entsprechenden Beschluss gefasst, um Sicherheit und Komfort für Radfahrer zu verbessern und Konflikte mit motorisiertem Verkehr und Fußgängern zu reduzieren.

Dass soll ein internationaler Radwanderweg sein?

Wer als Radler an der Elbe unterwegs ist (immerhin ist die Strecke als Internationaler Radwanderweg ausgewiesen), muss sich durchschnittlich alle paar 100 Meter auf neue Gegebenheiten einstellen: An einigen Stellen bis zu sieben Meter breit und asphaltiert, anderswo nur drei Meter breit, unbefestigt und von Wurzelwerk durchzogen. „Sobald es etwas wärmer wird, ist dieser Weg schwarz von Menschen“, sagt Peter Haider, Seniorchef des Restaurants „Dill sin Döns“ am Elbuferweg. „Nicht nur Radler und Spaziergänger, sondern auch viele Kinder, die kreuz und quer laufen, Hunde, die herumspringen. Das ist manchmal ganz schön chaotisch.“

Für den angesprochenen Abschnitt (ungefähr vom Jenisch- bis zum Hirschpark) fordern die Grünen eine Wegetrennung mittels „taktiler Leitelemente“ (erhabene Bodenmarkierungen) sowie eine ausreichende Beleuchtung – denn auch daran hapert es entlang des Elbufers.

Zumindest in Sachen Beleuchtung soll sich etwas tun: Nach Angaben des Bezirksamts Altona wurden seit 2013 im Rahmen des Projekts „Lückenschluss Beleuchtung Elbuferwanderweg“ 430.000 Euro ausgegeben. „Im weiteren Bauabschnitt werden aus EU-Mitteln im April und Mai 2020 zwischen Elbschloßstraße (Nienstedten, d. Red.) und Jakobstreppe (Blankenese) voraussichtlich insgesamt 200.000 Euro umgesetzt“, sagt
Sprecherin Sabine Nolte.

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