Der von Bürgermeister Peter Tschentscher geführte Senat hat die Öffnung eines Teils der Geschäfte zum 20. April beschlossen. Foto: Archiv / André Lenthe Fotografie
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Geschäfte bis 800 Quadratmeter Verkaufsfläche sowie Auto- und Fahrradhändler und Buchhandlungen dürfen öffnen

Von René Dan, Hamburg

Der Anfang zur wirtschaftlichen Normalisierung ist gemacht: Geschäfte bis 800 Quadratmeter Verkaufsfläche dürfen öffnen – unter Beachtung strenger Maßnahmen zum Infektionsschutz, um das Coronavirus einzudämmen. Ebenfalls öffnen Autohändler, Fahrradhändler und Buchhandlungen, hier aber unabhängig von der Größe. Beides gilt seit Montag, 20. April.
Diese schrittweise Lockerung der Restriktionen ist das Ergebnis der Telefonschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefs der Länder vom Mittwoch, 15. April. Diese Beschlüsse hat der Hamburger Senat insbesondere am Freitag, 17. April, aber auch am Montag, 20. April, weiter spezifiziert.
Demnach dürfen größere Geschäfte seit Montag, 20. April, öffnen, wenn sie ihre Verkaufsfläche auf maximal 800 Quadratmeter reduzieren. Die Erlaubnis zur Öffnung betrifft auch Geschäfte in Einkaufszentren.

pflicht zu Mindestabstand –
und bald auch zu Maskenschutz

Die Öffnung geht einher mit strengen Hygieneregeln. So gilt ab Montag, 27. April, eine Maskenpflicht in Geschäften – wie auch auf Wochenmärkten und in U- und S-Bahnen sowie Bussen. Hinzu kommt bereits jetzt die Verpflichtung, den Mindestabstand von anderthalb Metern in den Geschäften einzuhalten und lange Warteschlangen zu verhindern. Und: Auch bei Warteschlangen gilt der Mindestabstand. Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) kündigte an, dass die Einhaltung der Auflagen kontrolliert wird.

Wer zum Friseur möchte, muss sich noch gedulden. Als Ergebnis der Telefonschaltkonferenz haben die Regierungschefs den Friseuren Hausaufgaben mit auf den Weg gegeben: Friseurbetriebe sollen sich darauf vorbereiten, „unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen sowie unter Nutzung von persönlicher Schutzausrüstung den Betrieb ab dem 4. Mai wieder aufzunehmen“, so die Empfehlung von Kanzlerin und Regierungschefs. Wann aber Cafés und Restaurants wieder öffnen können, hängt von der weiteren Eindämmung des Coronavirus ab.

Erste Erleichterungen für den Sport zeichnen sich ab

Für den Sport zeichnen sich derweil gewisse Erleichterungen ab. Auf der Tagung der Sportminister am Montag, 20. April, hat sich Hamburg erfolgreich dafür eingesetzt, dass zumindest Individualsportarten wie Tennis und Reiten ab der ersten Maiwoche erlaubt werden. Abschließend darüber entscheiden werden die Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel am 30. April.

Mit einer Öffnung der Fitnessstudios konnte sich Hamburg auf der Sportministerkonferenz jedoch noch nicht durchsetzen. So hatte Sportstaatsrat Christoph Holstein (SPD) gegenüber dem Radiosender NDR 90,3 vor dem Ministertreffen noch mit Blick auf Fitnessstudios betont: „Hamburg ist Hauptstadt der Fitness-Industrie, auch um die wollen wir uns kümmern.“

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