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Von Dirk Andresen. Der Corona-Lockdown hat den Stadtteil weiter fest im Griff. Viele ältere und gesundheitlich vorbelastete Menschen sind mehr denn je auf Hilfe und Trost angewiesen. Im Bezirk Eimsbüttel steht der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) mit einem umfassenden Angebot besonders gefährdeten Gruppen zur Seite. Uwe Wichelmann, Vorstand des Ortsverbandes Eimsbüttel: „Damit möchten wir auch diejenigen erreichen, die nicht bereits durch Nachbarn, Angehörige oder Freunde Hilfe bekommen.“

Hilfe beim Einkaufen oder Zuspruch am Telefon

Kostenlos können sich Menschen, die ansonsten einen schweren Krankheitsverlauf riskieren oder einfach nicht mehr fit genug für die notwendigsten Erledigungen sind von haupt- und ehrenamtlichen ASB-Mitarbeitern helfen lassen. Einkäufe im Supermarkt und der Apotheke, Gassi gehen mit dem Hund oder auch einfach nur einmal tröstender Zuspruch am Telefon – die „ASB-Engel“ sind für die Schwachen, Bedürftigen und einsamen Menschen da.

Ilka Veting plant und koordiniert das Hilfsprojekt und weiß genau, wie hart die Einschränkungen und Verbote viele trifft. „Da rufen nicht nur ältere Menschen an und etliche suchen einfach auch nur die Möglichkeit, ihre Ängste und Sorgen jemandem mitzuteilen. Natürlich wird auch konkrete Hilfe angefragt, aber viele Anrufer wollen einfach nur mit jemandem reden. Da spürt man die Einsamkeit und immer öfter auch die Wut und Verzweiflung, die viele Menschen quält. Ich finde schon, dass sich das zuspitzt, je länger die Beschränkungen andauern.“

Als alternatives Angebot zur professionellen Telefonseelsorge will sie diese Gespräche allerdings nicht verstanden wissen: „Das können wir nicht leisten. Aber wenn man mit Verständnis, Geduld und Einfühlungsvermögen jemandem helfen kann, machen wir das natürlich sehr gerne.“

Ihre ehrenamtliche Kollegin Claudia Jacumin, die ebenfalls seit Beginn der Hilfsaktion dabei ist, betreut eine 82-jährige Dame aus Lokstedt, die küzlich gestürzt und seitdem gehbehindert ist. „Meistens zwei mal die Woche rufe ich sie an und frage sie, was sie braucht. Nach dem Einkaufen bringe ich ihr dann die Sachen vor die Wohnungstür. Sie möchte sich immer bedanken, bietet mir sogar Benzingeld an. Aber das nehme ich natürlich nicht an.“

Das ASB-Hilfspaket umfasst noch weitere wichtige Leistungen für finanziell schlechter gestellte Menschen. So nähen fleißige Helfer Masken, die kostenlos verteilt werden.
An ärmere Familien können 25-Euro-Gutscheine für Lebensmittel und anderen wichtigen Alltagsbedarf verteilt werden. Und: In Zeiten, da viele Tafeln schließen mussten, betreibt der ASB in Kooperation mit der Hamburger Tafel eine mobile Lebensmittelausgabe.

❱❱ Info zur Nachbarschaftshilfe unter Tel. 58 91 58 02
(Montags bis Mittwoch 10 – 12 Uhr) oder per E-Mail an
ov-eimsbüttel@asb-hamburg.de

Info zur Lebensmittelausgabe unter Tel. 833 98 16 00
oder ov-eimsbüttel@asb-hamburg.de

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