Vom 12. bis zum 14. Juni sollte „48h Wilhelmsburg“ gefeiert werden. Wegen der Corona-Krise fällt die Party aus. Foto: Jo Larsson
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Absage wegen Corona-Pandemie – Fortführung des Festivals nach 2021 nur bei institutioneller Förderung?

Olaf Zimmermann, Wilhelmsburg

Das für Mitte Juni geplante Musikfestival „48h Wilhelmsburg“ muss angesichts der Corona-Pandemie ausfallen. „Das ist auch für uns als ‘Musik von den Elbinseln’-Team nur schwer vorstellbar“, sagt Projektleiter Kai Sieverding. „Als Musiknetzwerk wollen wir aber weiterplanen und denken über neue Formate nach.“

Schon bald soll es ein „48h Podcast“ geben, in dem Musiker aus dem Viertel vorgestellt und Gäste aus dem Stadtteil zu verschiedenen Themen eingeladen werden. Weitere Ideen: ein 48h Song, Videostreams von Konzerten an unterschiedlichsten Elbinsel-Orten, ein Merch-Kiosk, ein 48h Sampler/Playlist oder ein Community Konzert.

Ob „48h Wilhelmsburg“ weiter in gewohnter Form stattfinden kann, ist unklar. Für 2021 hat der Bezirk die Förderung durch Bezirkssondermittel von 80.000 auf 60.000 Euro reduziert. Die fehlenden 20.000 Euro kommen einmalig aus einem anderen Fördertopf. „Eine dauerhafte institutionelle Förderung muss die sporadische kurzfristige Förderung mit Sondermitteln ablösen“, sagt Fred Rebensdorf (SPD-Bezirksabgeordneter). „Sondermittel können keine institutionelle Förderung ersetzen. Das ‘Netzwerk Musik von den Elbinseln’ hat sich in den letzten Jahren von einem reinen Drei-Tages-Festival zu einem ganzjährigen Stadtteilkulturprojekt entwickelt. Uns ist wichtig, dass dieses Netzwerk zusammen mit dem Festival weiter gefördert und erhalten bleibt.“

Bürgerhaus-Leiterin Katja Scheer: „Wir benötigen eine Regelfinanzierung für 48h, damit wir ab 2021 dann wieder die ganze Insel zum Klingen bringen können.“ Jetzt ist die Kulturbehörde am Zug.

 

48h Wilhelmsburg

Beim Festival „48h Wilhelmsburg“ finden an unterschiedlichen Orten auf der Elbinsel kleine Konzerte statt. In Wohnzimmern, Ateliers, Bars, Gärten oder auf Balkons. Es treten ausschließlich Künstler auf, die in Wilhelmsburg arbeiten, leben oder wohnen: egal ob Glockenspieler, Virtuosin auf der Djembe, Soloperformer oder Chöre.

2014 wurde „48 h Wilhelmsburg“ mit dem Hamburger Stadtteilkulturpreis ausgezeichnet.

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