Hamburg, der 05.04.2020 Coronaverdachtsfall in Hamburger Geflüchtetenunterkunft. Um 11 Uhr rückte die Rettungswagenbesatzung des DRK-Harburg an, mit Vollschutzanzügen betraten die Retter die Einrichtung von pflegen und wohnen in der Wetterstraße 6 in Neuland. Ob die Person tatsächlich an Covid-19 erkrankt ist, soll nun ein Test belegen. Die Einsatzkräfte versorgten ihren Patienten und ließen ihn in der Unterkunft.
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Auch über Ostern bleibt das öffentlichen Leben in Hamburg komplett lahmgelegt. Grundrechte sind massiv eingeschränkt. Menschen kämpfen um ihre wirtschaftliche Existenz. Bürgermeister Peter Tschentscher deutete an, dass die aktuellen Maßnahmen über den 19. April hinaus bestehen bleiben können. Der harte Kurs scheint zu wirken. Die Zahl derjenigen, die sich pro Tag infizieren, hat sich stabilisiert.

Ältere Menschen sind durch das Coronavirus besonders gefährdet. In Hamburg leben rund 450.000 über 60 Jahre alte Menschen, von denen mehr als 50.000 pflegebedürftig sind. Deshalb hat der Senat ein generelles Betreungs- und Besuchsverbot für Pflegeeinrichtungen erlassen, das zunächst bis zum 30. April gilt.

– Die Gesundheitsbehörde hat ein Corona-Hilfe-Telefon „Hamburg hilft Senioren“ eingerichtet. „Hier können sich Ältere beraten lassen und Rat für ihre Sorgen und Bedürfnisse einholen“, teilt Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks mit. Unter Tel. 4 28 – 28 80 00 erhalten Senioren an sieben Tagen die Woche von 9 bis 17 Uhr Hilfe.
– Bei Verstößen gegen die zahlreichen Vorschriften zur Eindämmung des Corona-Virus drohen in Hamburg jetzt Geldbußen von 150 bis 25.000 Euro. Der Senat hat einen entsprechenden Bußgeldkatalog eingeführt (siehe unten).
– Auf allen bezirklichen Wochenmärkten in Hamburg wurde der Abstand zwischen den Verkaufsständen vergrößert. Zahlreiche Markthändler sind außerdem bereits aktiv geworden und haben Markierungen vor ihren Ständen auf den Boden geklebt oder gesprüht.
– Binnen weniger Stunden hatten sich fast 40.000 Freiberufler, Solo-Selbstständige, Künstler, kleine Betriebe und Institutionen online bei der „Hamburger Corona Soforthilfe“ (HCS) unter www.ifbhh.de registriert. „In weniger als 24 Stunden nach dem Start wurden die ersten Auszahlungen angewiesen“, teilte die Finanzbehörde mit.

 

Bußgeldkatalog:
Wer gegen die Regeln zur Eindämmung des Coronavirus verstößt, muss in Hamburg ein Bußgeld zahlen. Die Bußgeldsätze liegen zwischen 150 und 25.000 Euro.

150 Euro kosten die Nichteinhaltung des Mindesabstands, das Betreten eines Spielplatzes, die Teilnahme an Versammlungen sowie der Aufenthalt im Freien in Begleitung von mehr als einer Person, die nicht in derselben Wohnung lebt.

Bis zu 1.000 Euro muss zahlen, wer Veranstaltungen oder Versammlungen durchführt oder in seinem Betrieb den Mindestabstand nicht gewährleistet.

Bis zu 2.500 Euro sind fällig, wenn Einzelhändler unerlaubt verkaufen oder wenn Dienstleistungen im Bereich der Körperpflege (Frisöre, Kosmetik- oder Massagestudios) ihrem Gewerbe nachgehen.

Bis zu 4.000 Euro kostet die Öffnung von Gaststätten, Restaurants oder Kantinen, ebenso die Öffnung von Spielplätzen. Noch höher ist das Bußgeld, wenn Clubs,
Discos, Kinos, Theater, Spielhallen, Fitnessstudios oder Sportanlagen geöffnet sind: 5.000 Euro.

Bei mehrmaligen Verstößen können die Geldbußen bis zu 25.000 Euro verdoppelt werden.

Wichtig: Der Verstoß gegen eine Quarantäne-Anordnung gilt als Straftat. WIrd dadurch das Virus weiterverbreitet, droht eine Freiheitsstrafe

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