Jetzt wird Lesestoff gebraucht. In Buchhandlungen kann man per Telefon oder E-Mail Bücher bestellen. Foto: PR

Wochenblatt-Leser Oliver Domzalski plädiert für solidarische
Büchergutscheine – jetzt bezahlen, später einlösen

S. Borstel, Hamburg-Süd.
Oliver Domzalski aus Neugraben macht sich Sorgen: Der selbständige Lektor fürchtet, dass seine Lieblingsbuchhandlung die Coronakrise nicht übersteht. Dabei hält er Bettina Meyers Buchladen in der Neugrabener Marktpassage für einen „unentbehrlichen kulturellen Leuchtturm in Süderelbe“.
Auf die Lesungen und Veranstaltungen, auf die Begeisterung für Bücher und vor allem auf die herzliche Atmosphäre und die persönliche und kompetente Beratung und Empfehlung will Domzalski auf keinen Fall verzichten, denn: „So etwas können Online-Anbieter niemals leisten.“
Aber wenn die Buchhandlung wegen Corona geschlossen ist, fehlt schnell der zum Überleben und Weitermachen nötige Umsatz. Domzalski hat sich Gedanken darüber gemacht, wie man seiner Buchhandlung durch die schwere Zeit helfen kann. „Damit die Buchhandlung nicht zum sinkenden Schiff wird, müssen die Leseratten jetzt solidarisch sein.“
Wie? Man kann weiterhin Bücher bestellen, die auch innerhalb von ein bis zwei Tagen – und mit Sicherheitsabstand – nach Hause geliefert werden. Damit das der Buchhandlung nützt, muss man aber direkt dort bestellen (Daten siehe Infokasten).
Domzalski hat sich eine weitere Möglichkeit überlegt: „Im Laufe dieses Jahres werde ich sicher für mehrere hundert Euro Bücher kaufen. Dieses Geld stelle ich der Buchhandlung schon jetzt zur Verfügung, damit sie Gehälter, Miete und Strom weiterbezahlen kann, trotz der Schließung. Und den so erworbenen Gutschein löse ich dann nach und nach ein. Irgendwann ist ja Weihnachten und ich will viele Bücher verschenken. Die bezahle ich eben schon jetzt.“
Der Neugrabener wünscht sich, dass auch andere Menschen aus Süderelbe seinem Beispiel folgen und jetzt Bücher-Gutscheine kaufen – für sich selbst und als Geschenk zu Ostern oder einfach so. Bei seinem Appell hat er diejenigen im Kopf, die es sich leisten können und denen die Existenz des Buchladens Neugraben am Herzen liegt.
Und was ist, wenn der Buchladen die Krise doch nicht überstehen sollte? Domzalski: „Das Risiko nehme ich in Kauf. Schlimmstenfalls ist das Geld eben weg. Aber ich fände es viel schlimmer, wenn der Buchladen weg wäre, nur weil er einige Wochen lang keinen Umsatz hatte.“

Buchhandlungen aus dem Hamburger Süden
Trotz Corona-Krise können in Buchhandlungen per
Telefon, E-Mail oder auf Internetseiten weiter Bücher bestellt werden.

Der Buchlanden
Neugraben
Tel 0170/ 52 86 136,
E-Mail: der.buchladen@
t-online.de
Bezahlung erfolgt per Rechnung und Überweisung.

Buchhandlung am Sand
Hölertwiete 5
Erreichbar unter Tel 77 19 08 täglich von 10 bis 14 Uhr
E-Mail: buch@amsand.de
Online: www.amsand.de
Bezahlung erfolgt per Rechnung und Überweisung.

Leichers Buchhandlung
Meyerstraße 1
Erreichbar unter Tel 77 41 16 täglich von 9 bis 17 Uhr
E-Mail: leichers-buchhandlung@web.de
Bezahlung erfolgt per Rechnung und Überweisung.

Buchhandlung
Lüdemann
Fährstraße 26
Tel 753 13 53, auf Anrufbeantworter sprechen
E-Mail: info@luedebuch.de
Online: www. luedebuch.buchkatalog.de
Bezahlung erfolgt per Rechnung und Überweisung.

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