Alles beim Alten: An den bisherigen Wochenmarktzeiten in Eidelstedt ändert sich trotz der Coronakrise nichts. Foto: cvs
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Auch in Krisenzeiten erfreut sich der Eidelstedter Wochenmarkt großer Beliebtheit – und vielleicht sogar deshalb: „Ich habe den Eindruck, dass wir gerade jetzt ein wichtiger Anlaufpunkt für viele sind“, sagt Ortilia Kotulla, Obst- und Gemüsehändlerin aus dem Alten Land und als zweite Marktobfrau mitverantwortlich für den Dialog zwischen Marktleuten und dem zuständigen Bezirksamt Eimsbüttel.

Die Anzahl der Kunden sei zwar nicht extrem hoch, aber angesichts der schwierigen Lage mehr als zufriedenstellend. „Abstand halten – das geht auf einem Wochenmarkt leider nicht immer“, hat sie festgestellt. „Ich habe vor meinen Stand ein paar Kisten so aufgebaut, dass man nur einzeln herantreten kann. Das funktioniert ganz gut“, sagt sie.

Es wird
gelingen, den Markt am
Standort zu
halten
Kay Becker,
Bezirksamt Eimsbüttel

 

Auch das Bezirksamt Eimsbüttel hat auf die neue Situation reagiert: „Nach der aktuellen Allgemeinverfügung dürfen Wochenmärkte geöffnet sein“, sagt Sprecher Kay Becker. Allerdings gelte das nur für Händler, die Lebensmittel, Tiernahrung oder Blumen und Pflanzen anböten. Andere Händler – etwa für Bekleidung – dürften nicht mehr auf den Markt. „Ansonsten bleiben die Markttage und Öffnungszeiten bestehen“, so Becker.

Bezirksamtssprecher Becker weiter: „Wir bauen die Märkte so auf, dass möglichst viel Platz zwischen den Ständen gegeben ist, damit das Abstandsgebot von 1,5 bis zwei Metern bestmöglich eingehalten werden kann.“

In diesem Sommer muss sich der Eidelstedter Wochenmarkt ein weiteres Mal auf Schwierigkeiten einstellen: Dann nämlich soll die Sanierung des angrenzenden Bürgerhauses beginnen. Bereits letztes Jahr war sogar schon von einem möglichen Umzug des Marktes die Rede (das Elbe Wochenblatt berichtete). Jetzt gibt das Bezirksamt Entwarnung: „Es wird gelingen, den Markt am Standort zu halten“, sagt Becker. Lediglich die Umfahrt Ekenknick/Elbgaustraße werde wegfallen. „Ansonsten sind wir derzeit dabei, die Flächen auszumessen und die Stände auf dem Reißbrett zu verteilen“, so Becker.

Vor wenigen Wochen hatte eine weitere Verfügung des Bezirksamts für Unruhe gesorgt, nach der die Betreiber neuerdings nicht mehr so viel Zeit für den Auf- und Abbau ihrer Stände haben. Hier hatte sich unter anderem die örtliche CDU für Händler stark gemacht. „Es gab die Überlegung, den Markt – ähnlich wie den Hamburger Fischmarkt – wenigstens zeitweise als Sonderfläche auszuweisen. In dem Fall würde die Verfügung möglicherweise nicht gelten“, sagt Sören Ehrlich, CDU Eidelstedt.

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