Totentanz um das Gesundheitssystem. Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen.

In der EU werden nun Menschen über 75 Jahren dem Corona-Tod geweiht. Sie sind die Ersten, die es trifft, aber es könnten nicht die Letzten sein, die Ärzte nach dem Triage-System „aussortieren“. Ein System aus dem 18. Jahrhundert, das in Feldlazaretten angewandt wurde, um „hoffnungslose Fälle“ auszusondern. Nach deutschen Krankenhaus-Richtlinien ist es noch unzulässig, aufgrund des Alters einen Menschen nicht zu behandeln. Covid-19 ändert aber vieles.

Auf „ebay“ werden zurzeit  professionelle Beatmungsgeräte aus Bundeswehrbeständen für € 11900. verkauft. Warum verkaufte die Bundeswehr sie überhaupt? Es wurden 10000 Geräte bei einem führenden Medizintechnik-Hersteller bestellt, aber der weiß anscheinend nicht, wo er sie hinschicken soll. Atemmasken und Schutzkleidung gab es noch im Januar für Cent-Beträge. Menschen sterben in Europa, weil die Logistik nicht funktioniert und Politiker „schlafen“.

Unser kaputtgespartes und privatisiertes Gesundheitssystem in Deutschland kollabiert absehbar. Das Robert-Koch-Institut befürchtet, dass es bald mehr Patienten als Beatmungsgeräte gibt. Ich befürchte, dass es mehr Beatmungsgeräte gibt als Pfleger, die sie bedienen können. Auch Ärzte und Schwestern werden sich infizieren, Pflege- und Krankenhäuser müssen dann schließen.

In den zurzeit unkritischen Medien wird die Bevölkerung auf die Triage eingestimmt. Gleichzeitig warnt man vor Ausländer, die nach Deutschland flüchten, weil sie ihr Gesundheitssystem im Heimatland nicht trauen. Die Kirche duckt sich weg, stellt das Pestkreuz auf und der Papst erteilt uns vorsorglich seinen Sonder-Segen inkl. Ablass. Wie es weitergehen soll, weiß keiner.

Profit im Gesundheitssystem funktioniert nur auf kosten von Menschenleben.
Eine schmerzliche Lektion der Coronavirus Pandemie.

2 KOMMENTARE

  1. Sehr geehrter Herr Wulf,
    könnten Sie mir bitte sagen, woher das Totentanz-Bild stammt? Ich erarbeite mit meinen Studenten einen Vergleich zwischen Pest und Corona-Pandemie, und da würde ich eine Quellenangabe brauchen bzw. wäre es wichtig zu wissen, aus welchem Frühdruck / welcher Handschrift das Bild stammt.
    Für eine Auskunft wäre ich Ihnen sehr dankbar und grüße Sie freundlich,
    Prof. Dr. B Spreitzer-Fleck

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