Sahen sich nach 50 Jahren noch einmal in ihrer früheren Schule um: Die Klasse „13N2“ des Abijahrgangs 1970. Foto: pr
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Gaby Pöpleu, Harburg.
Die Schule heißt heute Friedrich-Ebert-Gymnasium. Als Bernd Hannig in den 1960ern dort die Schulbank drückte, hieß sie noch „Gymnasium für Jungen“, nach der Aufnahme der ersten Mädchen ab 1962 „Gymnasium für Jungen und Mädchen“. „Das war wirklich sehr spannend“, erinnert sich Hannig noch heute. Zusammen mit zwölf ehemaligen Kameraden besuchter er nach 50 Jahren seine alte Schule.
Der stellvertretende Schulleiter Christoph Posselt begrüßte die inzwischen ältere Herren am Haupteingang. Denn ein Besuch ihrer früheren Aula, der heutigen Friedrich-Ebert-Hallle, war nicht möglich, dort wurde gerade ein Musical aufgeführt. Aber ein Rundgang durch ihre frühere Schule musste dann doch sein, ein Blick in die Turnhalle wurde ihnen von den dort gerade trainierenden jungen Sportlerinnen gewährt.

Schließlich wechselte die ehemalige Abschlussklasse „13N2“ zum gemütlichen Teil in die Kärntner Hütte. „Das ham’ wir noch nicht verlernt“, sagt Hannig mit einem Schmunzeln, „Die Schließzeit war erfreulich flexibel.“
Was Bernd Hannig meint, wird klar, wenn er mit einem Augenzwinkern von früheren geselligen Abenden erzählt. Zum Beispiel: „Nach einem intensiven Abend in der ‘Hexen-klause’ wurde am nächsten Tag das Zirkeltraining auf dem Schwarzenberg von uns abgebrochen“, erinnert sich Hannig, „Das Friedensgespräch mit dem Sportlehrer fand dann im ‘Posthof’ gegenüber statt.“
Auch jetzt bis in die sehr späten Abendstunden tauschte man Erinnerungen aus, zum Beispiel die an einen Deutschlehrer. Als es mal „Unstimmigkeiten“ gab, versetzte man den Wagen des Lehrers kurzehand in die Mitte des Sportplatzes. Ebenfalls errinnerungswürdig: Auf dem Sportplatz der Turnerschaft Harburg wurde der 5.000-Meter-Lauf zum Schulabschluss durch sehr dichten Nebel „positiv beeinflusst“, wie sich Hannig erinnert. „Unbemerktes Abkürzen über die Weitsprunganlage bei der Gegenkurve war plötzlich möglich, dazu auf der Gegengeraden etwas ‘Astra-Dope’, das verhalf uns zu ganz erstaunlichen Laufzeiten.“

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