Nadja Kleinau, Leiterin des Selbstlernzentrums (SLZ), an ihrem Schreibtisch. Foto: grundke
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Sebastian Grundke, Wilhelmsburg.
Eigentlich ist das Selbstlernzentrum (SLZ) eine Kinder- und Jugendbuchbibliothek. Mehr als 900 Kinder und Jugendliche sind angemeldet und leihen regelmäßig Bücher aus. Nicht selten während des Unterrichts gemeinsam mit ihren Lehrern. Anders als in den meisten Büchereien ist es hier allerdings nicht leise, sondern eher laut wie auf einem Pausenhof.
Denn vor allem Schüler aus den Klassen drei bis sechs gehören zu den Nutzern. Sie kommen vom Helmut-Schmidt-Gymnasium (HSG), in dessen Räumen das SLZ zu finden ist, aber auch von der Grundschule Elbinselschule und dem Regionalen Bildungs- und Beratungszentrum (ReBBZ), zu dem eine Vorschule und eine Grundschule gehören.
„Alle Schüler haben ihre festen Stunden hier“, erklärt SLZ-Leiterin Nadja Kleinau (32). Allein vom Helmut-Schmidt-Gymnasium, kommen fünf fünfte und fünf sechste Klassen zu festen Zeiten vorbei, um Bücher auszuleihen, zu lesen oder um Hausaufgaben zu machen.
Nadja Kleinau, Fachangestellte für Medien und Informationsdienste, arbeitet als Bibliothekarin im SLZ. Sie verwaltet auch den Etat, aus dem neue Bücher gekauft werden. Das Geld steuern die drei beteiligten Schulen bei. In guten Jahren hat Kleinau zweitausend Euro für neue Bücher zur Verfügung. Die SLZ-Leiterin stellt auf Wunsch auch Literaturlisten zu bestimmten Themen zusammen, hilft Schülern bei der Recherche in der Bibliothek, gibt Buchtipps oder unterstützt bei Hausaufgaben.
Seit mittlerweile rund sechs Jahren arbeitet Nadja Kleinau im Selbstlernzentrum. Zuvor war sie in verschiedenen öffentlichen Bibliotheken, an der Hamburger Bundeswehruniversität und der wissenschaftlichen Bibliothek der Forschungseinrichtung Desy tätig. Ihre Arbeit im SLZ wird von den drei Schulen finanziert, die auch das Bibliotheksbudget stellen und ihre Schüler ins SLZ schicken. Auf dem Papier ist ihr Arbeitgeber aber die Grundschule Elbinselschule.
„Mein Job macht mir sehr viel Spaß. Ich würde mit niemandem tauschen wollen“, sagt die Bibliotheksleiterin. Was macht die Arbeit so interessant? „Es ist einfach immer etwas los!“

Selbstlernzentrum
Das Selbstlernzentrum umfasst rund 4.500 Medien, darunter Sachbücher, Kinderromane, Comics, Hörbücher, Sach-CDs, Lernsoftware, Sachfilme und Klassiker auf DVD.
Es stehen 14 Arbeits- und Internetplätze, sowie Inseln zum Lesen zur Verfügung. Für die Klassen der Grundschulen werden auch wechselnde Bilderbuchkinos angeboten.
Das SLZ versteht sich auch als ein Ort, an dem erzählende Literatur reichlich vorhanden ist, der Schülern Rückzug ermöglicht und ihnen Raum und Muße zum Lesen bietet.

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