Im Trikot des Uhlenhorster HC: Dort und und in ihrem Stammverein Großflottbeker THGC fühlt sich Amelie Wortmann wohl. Foto: pr
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Von Jens Beeskow. Amelie Wortmann, die das Hockeyspielen beim Großflottbeker THGC lernte, hat die Erfüllung ihres Olympia-Traums dicht vor Augen. Die 23-jährige Mittelfeldspielerin, die mittlerweile beim UHC Hamburg spielt, ist schon länger ein fester Bestandteil der Nationalmannschaft von Bundestrainer Xavier Reckinger und auch eine heiße Kandidaten für den Kader für Tokio 2020.

Ich finde, es ist ein Geschenk, zwei Vereine zu haben, in denen man sich
heimisch fühlt
Amelie Wortmann,
Hockeynationalspielerin

 

Mehr als 60 Länderspiele mit den „Danas“ hat die Flottbekerin seit ihrem ersten Auftritt mit dem A-Kader im April 2017 absolviert, wurde Vize-Europameisterin in Antwerpen (BEL) im vergangenen Jahr, Fünfte bei der WM in London 2018 und im gleichen Jahr in der Halle sogar Europameisterin. Und dass, obwohl sie zwischenzeitlich wegen eines Pfeifferschen Drüsenfiebers pausieren musste.

Südafrika, Spanien und hoffentlich Japan

Doch das klare Ziel ist Olympia 2020 in Tokio. Nach der verpassten direkten Olympia-Qualifikation, weil man bei der EM „nur“ Zweiter wurde, löste das Nationalteam allerdings im September bei den Qualifikationsspielen gegen Italien souverän das Ticket für das olympische Hockeyturnier. Und ihrem Ziel, dort dabei zu sein, ordnet Amelie Wortmann derzeit alles unter: „Olympia ist in diesem Jahr sehr präsent. Es gibt viele Extratermine, viele zusätzliche Trainingseinheiten, mehr Lehrgänge.“ Um all dem gerecht zu werden, hat sie sich sogar für ein Semester von ihrem Psychologie-Studium an der Uni Hamburg freistellen lassen. „Hockey hat Priorität eins“, unterstreicht die Nationalspielerin.

Auch, dass sie nach dem Abstieg des GTHGC aus der Bundesliga 2018 zum UHC wechselte, wo sie seitdem mit mehreren Nationalspielerinnen zusammenspielt, war sicher ein Schritt nach vorn. „Das ist natürlich ein Vorteil. Auch eine Endrunde oder im Europapokal zu spielen, bringt wichtige Erfahrungen.“ Dennoch ist sie nach wie vor gern beim GTHGC, ist auch schon für eine Hallensaison zu ihrem Heimatklub zurückgekehrt. „Ich finde, es ist ein Geschenk, zwei Vereine zu haben, in denen man sich heimisch fühlt“, so Wortmann.
Jetzt allerdings ist der Terminplan voll: Kürzlich ist sie erst von einem Lehrgang aus Südafrika zurückgekehrt, da ging es nach wenigen Tagen Pause auch schon weiter zu einem Trainingslager und Testspielen nach Spanien.

Die Nominierung für den Olympia-Kader ist übrigens voraussichtlich im Juni. Dann hofft die Großflottbekerin in Diensten des UHC, dass sich ihr Olympia-Traum dann endgültig erfüllt.

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