Zuwenig Licht und zuviel CO2: Die Flutlichtanlage des Sportplatzes Sternschanze. Foto: Schneider
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Vor 15 Jahren hat der SC Sternschanze auf dem Sportplatz Sternschanze eine aus den 1960er-Jahren stammende einseitige „Lichtanlage“ durch eine moderne, beidseitige ersetzt. Für den Stadtteilverein ein finanzieller Kraftakt, der damals nur mit Hilfe der Haspa, der Sparda-Bank und der Elisabeth-Kleber-Stiftung gestemmt werden konnte. Die finanziellen Eigenleistungen hatten den Verein an seine Grenzen geführt.

LED-Technik mit längerer Lebensdauer

15 Jahre sind eine lange Zeit. Was 2005 modern war, ist es schon lange nicht mehr, besonders vor dem Hintergrund des Klimawandels. „Herkömmliche Flutlichtanlagen enthalten in ihren Leuchtmitteln nicht nur Blei und Quecksilber, sondern sind durch den großen Energieverbrauch verantwortlich dafür, dass mehr CO2 produziert wird“, sagt Frank Bjoernson. Aus diesem Grund soll die Anlage auf LED-Technik umgerüstet werden. Der 2. Vorsitzende des Vereins ist verantwortlich für die Umsetzung der Pläne.

Dem Verein mit seinen 1.325 Mitgliedern steht damit ein weiterer finanzieller Kraftakt bevor. Um die 40.000 Euro wird die Umstellung kosten. Eine Größenordnung, die der SC Sternschanze alleine nicht stemmen kann, aber gerne stemmen will. „Die LED-Technik hat eine wesentlich längere Lebensdauer und einen wesentlich geringeren Wartungsaufwand“, so Bjoernson. „Und was viel wichtiger ist: Ihre Leuchtmittel enthalten kein Blei und Quecksilber und wir erreichen damit durch sehr viel geringeren Energieverbrauch eine CO2-Reduktion von ungefähr vier Tonnen jährlich.“

Ob dieses Ziel überhaupt erreicht werden kann, steht derzeit noch in den Sternen. Die Ergebnisse der vereinsinternen Unterstützungsaktion sind zwar ermutigend, aber bei weitem noch nicht ausreichend. Deswegen ist Bjoernson im Bezirk seit Monaten auf „Unterstützungstour“ unterwegs. In der Hoffnung, dass auch nach der Bürgerschaftswahl finanzielle Förderung möglich ist.

Einen Plan B gebe es nicht. „Es gibt ja auch keinen Planeten B“, so Bjoernson in Anspielung auf ein bekanntes Motto der Klimaschutzbewegung. „Weil das Ergebnis der Addition von Kostensenkung und Klimaschutz ein nachhaltiger Beitrag zum Umweltschutz ist, werden wir alles versuchen, das Projekt umzusetzen.“

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