Das Erdkrötenpaar versucht, die andere Straßenseite zu erreichen. Foto: Archiv
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Siegmund Borstel, Hamburg-Süd.
Angesichts der feucht-warmen Witterung verlassen Molche, Kröten und Frösche jetzt ihre Winterquartiere, um in ihre Laichgebiete zu wandern. Dabei überqueren die Tiere Wege und Straßen – und werden zu Tausenden überfahren. Alle in Hamburg vorkommenden Amphibien sind geschützt, viele stehen auf der „Roten Liste der gefährdeten Arten“.
Der BUND rät, bei Autofahrten keine Nebenstrecken zu benutzen und bekannte Bereiche, in denen Amphibien wandern (siehe Infokasten), komplett zu meiden. „Man darf Kröten auch gerne anfassen und sie in Laufrichtung über die Straße tragen“, sagt BUND-Landesgeschäftsführer Manfred Braasch. Wichtig: Auch mögliche „Amphibienfallen“ wie Kellerabgänge und Lichtschächte täglich kontrollieren, um eventuell dort gefangene Amphibien befreien zu können.

Amphibien legen auf ihren Wanderungen Strecken von bis zu zwei Kilometern zurück. Zur Fortpflanzung kehren viele Amphibien an ihr Geburtsgewässer zurück. Brennpunkte der Amphibienwanderung im Hamburger Süden:

Harburg: Vahrendorfer Stadtweg, Neuländer Elbdeich, Großmoordamm

Süderelbe: Kirchenaußendeichsweg und Westerdeich höhe Wiet, Neuenfelder Weg, Nincoper Moorweg, Falkenbergsweg (insb. Buskehre)

Wilhelmsburg: Siedenfelder Weg

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