Am östlichen Bahnhofskanal wird die alte Kaimauer saniert. Wenn das fertig ist, entsteht hier eine kleine Grünanlage. Foto: sl
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Sabine Langner, Harburg.
Auf einer Länge von rund 340 Metern schaufelt ein Bagger in der Theodor-Yorck-Straße, direkt am Ufer des östlichen Bahnhofskanals, Tonnen von Erde und wild wuchernde Sträucher beiseite. Die alte, Ende des 19. Jahrhunderts aus roten Ziegeln errichtete Kaimauer wird saniert. Auf einem rund 18 Meter breiten Streifen zwischen Bebauung und Kanal soll eine kleine Promenade entstehen. Vorher muss aber die teils marode Kaimauer wieder hergerichtet werden.

An der Mauer
oberhalb der
Wasserlinie gibt es einige Schäden
Sebastian Hesser
Bauleiter

Nach mehr als 100 Jahren ist die Mauer an vielen Stellen brüchig geworden. „Das Fundament der Mauer besteht aus Holzpfählen“, erläutert Bauleiter Sebastian Hesser von der ausführenden Firma Jürgen Martens. „Solange die vollständig im Wasser stehen, sind die prima konserviert. Durch die Schleuse gibt es in dem Bereich auch keine Tide. Aber an der Mauer oberhalb der Wasserlinie gibt es einige Schäden.“ Der Idee, einfach eine neue Kaimauer direkt vor die alte setzen, hat das Denkmalschutzamt einen Riegel vorgeschoben.
Um zu sehen, an welchen Stellen die alte Mauer ausgebessert werden muss, wurde in einem ersten Schritt auf der Landseite die Erde entfernt. Jetzt werden in Handarbeit einzelne Steine ersetzt und neu verfugt. „In Bereichen größerer Schäden werden Mauerwerksbereiche mit Stahlbetonwinkelstützen verstärkt und an der Wasserseite mit einem Ziegelmauerwerk verblendet“, erläutert Dennis Imhäuser, Pressesprecher des Bezirksamtes.
Wenn alles nach Plan läuft, werden die Bauarbeiten rund vier Monate dauern und im zweiten Quartal 2020 fertig sein. Dann wird noch ein Geländer auf die Kaimauer gesetzt, um zu verhindern, dass Spaziergänger ins Wasser fallen. Insgesamt kostet die Sanierung in diesem Bereich rund zwei Millionen Euro.

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