Ingrid Bauer (Koala), Christian Mischke (Lawaetz-Stiftung), Georgia Schmidt-Lendner (Koala), Karin Schmalriede (Koala), Tanja Itensohn (Caféleitung) freuen sich über den Besucherandrang anlässlich der Eröffnung des Parkcafés. Foto: cvs
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Neues Leben für einen alteingesessenen Treffpunkt: Auf dem Gelände des Pflegezentrums am Holstenkamp hat jetzt das „Parkcafé Lutherpark“ seine Pforten wieder für die Allgemeinheit geöffnet. Vorausgegangen war ein monatelanger Umbau des rund 150 Quadratmeter großen Gebäudes, bei dem unter anderem Fenster, Dach und Sanitäranlagen erneuert wurden. Neuer Betreiber des Parkcafés ist der Beschäftigungsträger Koala (Kooperation Arbeiten, Lernen und Ausbildung) aus Altona. „Wir freuen uns, dass es endlich losgehen kann“, sagt Ingrid Bauer, Geschäftsführerin von Koala. Nun wachse zusammen, „was zusammengehört“.

Das Parkcafé stand mindestens 15 Jahre leer

Rund 15 bis 20 Jahre lang hatte das Parkcafé, ein backsteinerner 50er-Jahre-Bau, leergestanden und war allmählich immer mehr verfallen. Erst nachdem vor fünf Jahren die Lawaetz-Stiftung im Auftrag der Sozialbehörde zwei der Gebäude auf dem Holstenkamp-Gelände vom Betreiber pflegen & wohnen übernommen hatte, kam die Sache ins Rollen. „Pflegen & wohnen hat gesagt, die Häuser könnt ihr haben, aber das Parkcafé müsst ihr mitnehmen“, berichtet Karin Schmalriede, Vorstand der Lawaetz-Stiftung, von den damaligen Verhandlungen. Die aufwendige Sanierung, die etwa 200.000 bis 300.000 Euro verschlang, wurde zu einem Großteil aus dem Integrationsfonds der Hamburgischen Bürgerschaft finanziert. Weitere Geldgeber waren die Sozialbehörde, das Bezirksamt Altona, die Reimund C. Reich Stiftung und die Sparda-Bank Hamburg.

Für die insgesamt 400 Menschen auf dem Gelände des Pflegezentrums – Senioren, Azubis, Geflüchtete, psychisch Kranke – soll das Café nun wieder zu einem Treffpunkt und Veranstaltungsort werden. An fünf Tagen pro Woche (mittwochs bis sonntags) hat Koala leckere Gerichte und selbstgebackenen Kuchen im Angebot. Platz ist außerdem für Hobbytreffs jeglicher Art – wer möchte, kann zum Beispiel ehrenamtlich Deutsch unterrichten. In der „Bürgerküche“ kann zudem gemeinsam gekocht werden. Mit Blick auf die zahlreichen Friedhöfe in der Umgebung sagt Karin Schmalriede: „Das Café würde sich auch gut als Ort für eine Trauerfeier anbieten.“

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