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Wertschätzung im Alltag.

Bei meiner Suche nach der Bedeutung der Wertschätzung gegenüber uns Menschen fand ich unzählige Artikel und Beiträge im Internet. Zumeist ging es überwiegend um Themen über Personal und Unternehmen.

Wie ist es eigentlich tatsächlich um uns Menschen im Alltag? In der Behörde, beim Einkaufen, in der Freizeit, auf der Arbeit, im Zusammenleben und Miteinander, in der Familien- und Zukunftsplanung…. Ja, da gibt es viele Punkte, die uns täglich betreffen, beschäftigen und uns angehen.

Während meiner Zeit als Kioskbetreiber bin ich täglich vielen Menschen begegnet. Jeder hatte seinen eigenen Charakter und Charme: die Ruhigen, die Kommunikativen, die Schnacker, die Schnellen, die Depressiven und und und…. Ich bin eher ein entspannter und emphatischer Typ, der sich den Situationen und Menschen anpassen kann. Von daher hatte ich noch nie ernsthafte Auseinandersetzungen mit meinen Kunden und Umfeld.

Jedes Wochenende kamen meine Freunde und Stammkunden zum Verweilen und Klönen in meinen Laden. Wir sprachen über Gott und die Welt und diskuttierten aktuelle Themen aus. Ich erinnere mich noch ganz stark über unsere politische Gesprächsthemen, wo es um „Zuwanderung“, „Flüchtlinge“ und „Merkel“ ging. Das sind über 10 Jahre her und heute nachwievor ein „heißes“ Thema.

Wenn ich alle Diskussionen, Gespäche und Gedanken zusammenfasse, komme ich ganz klar zu einem ernüchternden Ergebnis:

„Die Wertschätzung wird nach Außen (außenpolitisch) hin hochgelobt, während das Innere (innenpolitisch/ Mittelschicht) darunter leidet!“

Man muss kein Wissenschaftler sein, um zu dieser Erkenntnis zu kommen.

In den Sommerferien freuen wir uns auf den langersehnten Urlaub. Am Wochenende besuchen wir tolle Freizeitattraktionen. Zu Weihnachten beschenken wir uns gegenseitig und noch viele andere schöne Dinge erfüllen wir uns. Dafür gehen wir auch arbeiten.

Doch welchen Preis zahlen wir dafür insgeheim, wann und wo ist die Grenze bei uns erreicht?

Bei einer Familie mit 2 Kindern in einer Hamburger Mietswohnung belaufen sich die Kosten im Durschnitt bei 3.0oo EURO netto/ Monat. Ein Otto-Normalverbraucher bringt vielleicht 1.800 EURO nach Hause und die Frau am besten Fall auch. Da bleiben immerhin 600 EURO im Monat über. In der Realität sieht es leider anders aus. Die meisten von uns leben knapp an der Armutsgrenze, während die Hochbetagten ihr Geld im Schlaf verdienen.

Die Mittelschicht ist der arme Knecht in der Gesellschaft aber der wichtigste Zweig in der Wirtschaft. Ist ja auch logisch: Fleißarbeit zum Mindestpreis. Überstunden werden extra vergütet… abzüglich der horrenden Steuern natürlich.

Mich verwundert es nicht, wenn die Menschen gezwungener maßen nur ungern zur Arbeit gehen. Im Betrieb geht es vielen Mitarbeitern so. Lästereien, Mobbing und ein unloyales Untereinander sind vorprogrammiert und stehen deshalb an der Tagesordnung. Lob und Anerkennung gibt es reichlich auf der Weihnachtsfeier, die jedoch spätestens zum Beginn des neuen Arbeitsjahres schnell vergessen sind. Da heißt es dann wieder Fleiß um jeden Preis!

Das wirkt sich natürlich auf die Mitmenschen und das Umfeld aus – getreu der Redewendung: Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus.“

Ich würde mich sehr freuen, wenn die Politik und Wirtschaft uns Menschen aus der unteren und mittleren Schicht unterstützt. Deutschland ist der Rettungssanitäter im Ausland. Aber jetzt sind wir dran! Vielen Dank!

Ridouan

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