Der „Paschu-Park“ soll umgestaltet werden. Dabei sind Ideen und Vorschläge von Anwohnern ausdrücklich erwünscht. Foto: EBV
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Olaf Zimmermann, Harburg

Der Bereich Wilstorf/ Reeseberg wird aufgehübscht. Der Senat hat das 169 Hektar große Gebiet südöstlich der Harburger Innenstadt, in dem rund 13.000 Menschen wohnen, zum Fördergebiet erklärt. Bis Ende 2026 stehen jetzt Mittel aus dem „Rahmenprogramm integrierte Stadtteilentwicklung“ (RISE) bereit. Jetzt können die „Weichen für eine nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität sowie der Attraktivität des Stadtteils gestellt werden“, sagt Bezirksamtsleiterin Sophie Fredenhagen.

Eine so genannte Problem- und Potentialanalyse im Auftrag des Bezirksamtes und der Stadtentwicklungsbehörde hatte ergeben, dass im Bereich Wilstorf/Reeseberg Handlungsbedarf besteht.
Wo genau hapert es? „Die Einzelhandelslagen im nördlichen Teil des Gebiets werden von der vierspurigen verkehrs- und lärmbelasteten Winsener Straße dominiert, was die Einzelhandelslagen für den Fußverkehr unattraktiv macht. In diesem Umfeld sind mehrere Leerstände zu verzeichnen“, erläutert Bezirksamtssprecher Dennis Imhäuser, „das Nahversorgungszentrum Trelder Weg weist städtebauliche Missstände auf.“ Außerdem bestehe ein Mangel an Anlaufpunkten für Jugendliche, aktuell gibt’s nur die Blechkiste. Auch eine eigenständige Familien-/ Mütterberatung ist nicht vorhanden.
Joachim Bode, Vorstand des Eisenbahnbauvereins Harburg (EBV), ergänzt: „Darüber hinaus wäre eine Verbesserung der Parksituation zwischen Walter- Koch-Weg und Wasmerstraße wünschenswert. Hier wäre über Anwohnerparken und zum Beispiel Car-Sharing vielleicht eine Änderung zu erreichen.“
Wie geht’s jetzt weiter? Zunächst wird ein „Gebietsentwickler“ eingesetzt, der zusammen mit Anwohnern Pläne und Abläufe koordinieren soll. Eine entsprechended Ausschreibung läuft. Anschließend soll in zentraler Lage im Quartier ein Stadtteilbüro eingerichtet werden. Bezirksamtssprecher Imhäuser: „Eine Eröffnung im 4. Quartal 2020 wird angestrebt.“ Bewohner können sich in einem Stadtteilbeirat an den Planungen beteiligen. Der Beirat soll sich monatlich treffen, erstmals zeitnah nach Eröffnung des Stadtteilbüros. Außerdem sind zusätzlich anlassbezogene Beteiligungen vorgesehen – etwa bei der Erneuerung von Spielplätzen, Grünanlagen, Jugendeinrichtungen.

Wie viel Geld steht bereit? „Bisher stehen Kosten in Höhe von rund 2,2 Millionen Euro fest, die anteilig in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro aus RISE-Mitteln finanziert werden. Darin sind die Kosten für die Gebietsentwickler und das Beteiligungsverfahren für die gesamte Gebietslaufzeit sowie für die ersten Projekte enthalten“, so Imhäuser.

Umgestaltung Paschu-Park
Der Eisenbahnbauverein Harburg, dem im Fördergebiet Wilstorf/Reeseberg rund 1.320 Wohnungen gehören, plant einen ersten Schritt zur Verbesserung des Quartiers. Der so genannte „Paschu-Park“ soll umgestaltet werden. Auf dem knapp 10.000 Quadratmeter großen ans Bahngelände grenzende Bereich gibt es bislang eine Multi-sportanlage, eine steile, 15 Meter lange Metallrutsche und jede Menge Bäume.
Alle Anwohner, vor allem auch Kinder und Jugendliche, können Ideen für eine Umgestaltung beisteuern. Dafür findet am Sonnabend, 15. Februar, 11 Uhr, ein Treffen auf dem Spielplatzgelände statt – Zugang entweder vor Petersdorfstraße 20 a oder Roseggerstraße 2 a jeweils Richtung Bahngelände. Vertreter des EBV und des Bezirksamts werden dann Vorschläge entgegennehmen.
Wer an diesem Tage verhindert ist, kann seine Vorschläge unter dem Stichwort
„Paschu-Park“ bis zum 17. Februar per E-Mail an
info@ebv-harburg.de schicken. Danach werden die besten Vorschläge ausgewählt. „Eine Umsetzung könnte dann in 2020 oder alternativ 2021 erfolgen“, sagt EBV-Vorstand Joachim Bode.

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