Autos, Fahrräder, Bahnen, Busse und Fußgänger: In Hamburg kommen derzeit viele nicht besonders schnell voran. Foto: ms
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Mateo Schneider, Hamburg-West

Dass sich etwas verändern muss, ist angesichts des Klimawandels mittlerweile unstrittig. Doch wie die vielbeschworene Verkehrswende in Hamburg aussehen muss, um überhaupt hinreichende Effekte zu erzielen, darüber gehen die Meinungen sehr weit auseinander.

Zuletzt wurde dies auf einer Diskussionsveranstaltung des Arbeitskreises Stadtentwicklung der Patriotischen Gesellschaft wieder einmal sehr deutlich. Musste deutlich werden. Deren Ziel war nämlich nicht die Gegenüberstellung weit auseinander liegender Positionen von Stadtregierung und der Kritik daran. Die Liste der teilnehmenden Initiativen war lang: ADFC, Fuss e. V., Bündnis Nahverkehr, Freunde der Eisenbahn, HVV-Fahrgastbeirat, Prellbock Altona, ProBahn, Verkehrswende Hamburg und Fridays For Future. Es ging darum, vor der Bürgerschaftswahl am 23. Februar noch einmal mit der Kritik deutlich Flagge zu zeigen.

Den Rahmen steckte Katrin Dziekan ab. „Um unsere klimapolitischen Ziele zu erreichen, muss der Verkehr 2050 klima-neutral sein.“ Die studierte Psychologin und promovierte Verkehrsplanerin leitet seit 2012 das Fachgebiet „Umwelt und Verkehr“ des Umweltbundesamtes.
Einig waren sich alle Initiativen darin: Pläne und Maßnahmen des Senats sind bei weitem nicht ausreichend, um dieses Ziel zu erreichen. „Die Projekte sind nicht aufeinander abgestimmt und teilweise sogar kontraproduktiv“, brachte es Michael Jung von Prellbock Altona auf den Punkt.

Einigkeit bestand auch darin, dass der öffentliche Raum neu verteilt werden müsse. Mit mehr Platz für Fußgänger, das Fahrrad und den öffentlichen Nahverkehr. Mit einer Abkehr von der Perspektive, alle Probleme durch die Windschutzscheibe der Autos zu betrachten. Zwei der konkreten Forderungen: Die Wiedereinführung der Straßen- oder Stadtbahn und die Fortführung der U4 bis Wilhelmsburg.

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