Daumen hoch: Jonathan Fröschle (2. v. l.) traf beim Sieg des Polo Club beim Uhlenhorster HC dreifach. Paul Gumpricht (l.) erzielte den Siegtreffer, ganz rechts: Angreifer Max Silanoglu. Foto: Jan Oliver Pemöller

Jens Beeskow, Hamburg-West

In der Hallenhockey-Bundesliga haben es die Herren des Hamburger Polo Club erstmals ins Viertelfinal-Playoff geschafft. Dort trifft das Team von Trainer Matthias Witthaus, das im Norden Zweiter hinter dem Club an der Alster wurde, am Sonnabend, 1. Februar, um 15.30 Uhr in der Hauptstadt auf den ungeschlagenen Sieger der Ost-Staffel, den Berliner HC.
Im letzten Spiel der Hauptrunde gewann der HPC zwar noch beim UHC Hamburg mit 5:4 (4:3), doch das genügte nicht, um Tabellenführer Club an der Alster noch abzufangen, denn der feierte zum Abschluss noch ein 17:0-Schützenfest gegen den DTV Hannover.

Der Polo Club, der ob der nur theoretischen Chance auf Platz eins auf einige Leistungsträger verzichtete, war in einer eher schwachen ersten Spielhälfte in Führung gegangen (4.), doch der UHC drehte die Partie, ehe Jonathan Fröschle, dem insgesamt drei Treffer gelangen, mit zwei verwandelten Strafecken den 4:3-Pausenstand für den HPC herstellte. Danach lief es zwar besser, doch der UHC glich zunächst aus, während Polo seine Chancen nicht zu nutzen wusste – bis Paul Gumpricht zwei Sekunden vor Schluss zum Sieg traf.
„Ein schöner Abschluss der Hauptrunde, in der wir ja nur ein Spiel verloren haben“, so Coach Matthias Witthaus. „Jetzt nehmen wir ein positives Gefühl mit ins Viertelfinale. Das war uns wichtig.“

Die Chancen beim Berliner HC beziffert Witthaus auf 50:50. „Ich denke, das wir insgesamt einen Tick besser sind, gerade, was die individuelle Qualität angeht“, so Witthaus. „Aber der BHC ist eingespielt und hat mit seiner Parkett-Halle sicher einen Heimvorteil. Wir freuen uns aufs Viertelfinale, verspüren aber keinen Druck. Ich traue den Jungs absolut zu, die Endrunde zu erreichen.“

Davon war beim Großflottbeker THGC von Saisonbeginn an keine Rede. Dabei haben die „Flottis“ gerade in der ersten Saisonhälfte durchaus zu überzeugen gewusst und auch gegen die großen Clubs respektable Ergebnisse erzielt. Aber in den wichtigen Spielen gegen Abstiegskonkurrent DTV Hannover holte man nur einen von sechs möglichen Zählern. Die Niedersachsen kamen ja nun am letzten Spieltag heftig unter die Räder, der GTHGC aber konnte nicht profitieren. Am Sonnabend unterlag man im Nachholspiel dem UHC mit 7:11, und mit dem 4:14 (2:6) im letzten Saisonspiel beim Harves-tehuder THC sammelte man auch nicht die Punkte, die sogar noch zum Klassenerhalt gereicht hätten.

Jung und unerfahren,
aber gut geschlagen

„Wir sind mit einem jungen und unerfahrenen Team in die Saison gegangen, aber die Jungs haben sich gut geschlagen“, konstatierte GTHGC-Trainer Wolfram von Nordeck. „Wir waren fast in jedem Spiel dran. Wir müssen aber vor allem in der ersten Saisonhälfte mehr mitnehmen, dann sichern wir schon früh den Klassenerhalt. So steigt man eben zu recht ab, wenn man kein Spiel gewinnt. Wir müssen uns vor allem im Abschlussverhalten verbessern, dann haben wir alle Chancen auf eine schnelle Rückkehr ins Oberhaus.“

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