Dr. Sara Sheikhzadeh (l.), Leiterin der Notaufnahme im AK Harburg, führte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (2.v.l.), Joachim Gemmel (Geschäftsführung Asklepios Kliniken Hamburg) und Caroline Roos (Kassenärztliche Vereinigung Hamburg) durch die neue Notaufnahme. Foto: asklepios
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Olaf Zimmermann, Harburg. Am Asklepios Klinikum Harburg wurde die Zentrale Notaufnahme (ZNA) erweitert und modernisiert – und gleichzeitig der Service für ankommende Patienten verbessert. „Das kommt der Idee eines integrierten Notfallzentrums schon sehr nahe“, sagt Dr. Sara Sheikhzadeh, Leiterin der Notaufnahme am AKH. Die neue Notaufnahme nimmt Anfang Februar den Betrieb auf. Kernpunkte der neuen Struktur:
Die Notfallpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung (KV), die sich bislang auf dem Gelände des AKH befand, wurde jetzt räumlich in die Notaufnahme integriert. 13 Räume stehen
dafür bereit: acht für die
Ersteinschätzung der ankommenden Patienten, drei Funktionsräume sowie je einer für Demenzkranke und psychiatrische Patienten. Außerdem stehen drei Warteräume zur Verfügung. Patienten, die mit dem Rettungswagen angeliefert werden, haben einen eigenen Eingangsbereich.
Für Patienten, die sich selbst auf den Weg in die Notaufnahme gemacht haben, gibt es nur noch eine zentrale Anlaufstelle. Dort wird eine erste Einschätzung vorgenommen. Patienten, die gar keine Notfälle sind, werden dann von Ärzten der KV behandelt. Um die anderen kümmern sich die Mediziner und Pflegekräfte des AKH.
Vorteil: Kein Patient muss mehr von der Notaufnahme an die benachbarte Notfallpraxis verwiesen werden. Niemand muss seine Krankengeschichte in der Notfallpraxis erneut erklären. Denn der zentrale Empfang ist für die Notaufnahme UND für die Notfallpraxis verantwortlich.
„Neu ist auch, dass Patienten am Tresen künftig eine Art ‘boarding pass’ erhalten, auf dem sie den geplanten Ablauf der Untersuchungen und Behandlung erkennen können“, erklärt ZNA-Leiterin Sheikhzadeh.
Allerdings ist die Notfallpraxis der KV nicht rund um die Uhr geöffnet. Außerhalb der Öffnungszeiten (mo, di, do 18 bis 24 Uhr, mi 13 bis 24 Uhr, fr 17 bis 24 Uhr, sa/so 8 bis 24 Uhr) steht zwar immer ein Arzt der KV bereit, doch kann die Geduld der Patienten auf die Probe gestellt werden.

Hintergrund
Die Patientenzahlen der Zentralen Notaufnahme im AKH steigen seit Jahren. 2019 wurden rund 57.000 Patienten behandelt, 2018 waren es etwa 54.150, 2017 rund 46.600. Durchschnittlich werden in der Notaufnahme gut 150 Patienten pro Tag behandelt.
Die häufigsten Krankheitsbilder sind: Bauchschmerzen, Harnwegsinfekte, Brustschmerzen, Synkopen und Kollaps, Schwindel, offene Wunden, Hirninfarkte, Kreuzschmerzen, Bluthochdruck und psychische Probleme.

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