Alles gesperrt: der ehemalige OBI-Baumarkt am Geutensweg. Foto: mag
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Grünes Licht für zweite Feuer- und Rettungswache. Standort: Ex-Obi-Gelände am
Geutensweg – Baubeginn für Feuerwache aber noch unklar

Andreas Göhring, Süderelbe. Na, endlich! Nach jahrelangem Hin und Her hat sich die Innenbehörde festgelegt: Die zweite Rettungs- und Feuerwache wird „hinter der Bahn“ auf dem Grundstück des ehemaligen Baumarkts am Geutensweg gebaut. Das ist jetzt dem Bezirksamt mitgeteilt worden.
Wenig später dämpfte dann Branddirektor Jörn Demtröder allzu kühne Hoffnungen. Die zweite Feuerwache für den Süderelberaum habe mit Blick auf die gesamtstädische Situation keine Priorität, teilte er den Mitgliedern des Ausschusses für Mobilität und Inneres mit. In einer internen Liste für Neubauten stehe die Wache Geutensweg auf Platz neun.
Demtröder: „Seriös lässt sich ein Zeitpunkt für den Bau zurzeit noch nicht nennen.“ Immerhin sei mit der Grundsatzentscheidung die Notwendigkeit für eine zweite Feuerwache anerkannt worden.
Dass die vorhandene Feuerwache an der Waltershofer Straße eines Tages nicht mehr ausreichen würde, war spätes-tens seit der Veröffentlichung von Untersuchungsergebnissen der bundesweiten „Arbeitsgemeinschaft der Berufsfeuerwehren“ (AGBF) klar. Sie hatte die Einsatzzeiten der Feuerwehren analysiert und danach „Schutzziele“ definiert. Dazu gehören zum Beispiel verschiedene Maximalzeiten, in der der Einsatzort erreicht werden sollte. Gerade in überwiegend ländlichen Gebieten kann es da zu Problemen kommen.
Entscheidend für die Planung einer zweiten Feuerwache waren aber die neuen Wohnquartiere entlang der B73 – angefangen beim Vogelkamp über den Fischbeker Heidbrook bis hin zu den bisher nur auf dem Papier existierenden Fischbeker Reethen. Darüber hinaus wird auch die A26 zwischen Landesgrenze und A7 zum Einsatzgebiet der neuen Wache gehören.
Kleiner Trost: Am Standort der neuen Feuerwache soll „demnächst“ schon mit dem Bau einer Rettungswache begonnen werden. Dort werden dann unter anderem Rettungswagen und Notarztwagen stationiert. Auch hier konnte Demtröder keinen verbindlichen Termin nennen: „Die Rettungswache ist auf jeden Fall dringender.“
Das Grundstück am Geutensweg gehört schon der Stadt. In dem ehemaligen Baumarkt und daneben waren zwischenzeitlich Flüchtlinge untergebracht.

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