Ein große Lebenslust und die Befreiung von Konventionen kennzeichneten die „Goldenen 20er Jahre“ – dies können Besucher in „Berlin Berlin“ nachvollziehen. Fotos: Christian Kleiner
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René Dan, Hamburg

Gut ein Jahrhundert liegt diese Epoche zurück – und ist vielen doch höchst präsent: Das Berlin der 1920er-Jahre. An diese Zeit erinnert die Show „Berlin Berlin“ – und lässt Stars wie Marlene Dietrich, Josephine Baker und die Comedian Harmonists wieder aufleben. Nur zwei Monate nach der Welturaufführung der Show in der Spreestadt wird die neue Produktion in der Kulturfabrik Kampnagel inszeniert. Das Elbe Wochenblatt verlost drei Mal zwei Karten für die Vorstellung am Dienstag, 11. Februar.

Die Show zeigt, wie starke Frauen sich von alten Konventionen befreien. So sorgte Josephine Baker gleichermaßen für Verzückung und Empörung, wenn sie zum Charleston schwofte. Legendär war der „Bananentanz“ der afroamerikanischen Tänzerin: Perlenschnüre dienten als luftiges Oberteil, während um die Hüften ein Röckchen aus Bananen wirbelte. Auch an diese Sensation erinnert Baker-Darstellerin Dominique Jackson.
Marlene Dietrich wiederum, gespielt von Nina Janke, feiert ihren Durchbruch im Film „Der blaue Engel“. In der Show aber becirct sie nicht nur als „fesche Lola“ den Conférencier „Admiral“ (Martin Bermoser). Und gerät unversehens in eine handfeste Auseinandersetzung mit der berühmt-berüchtigten Nackttänzerin Anita Berger (Sophia Euskirchen), deren ekstatische Tänze, Schlägereien und Liebschaften mit Vertretern beider Geschlechter für Skandale sorgten.

Beste Stimmung mit Liedern der „Comedian Harmonists“

Trotz allem schillernden Glamours der 20er-Jahre – sie waren auch von Armut gekennzeichnet. Diesen Aspekt, den Bertolt Brecht und Friedrich Hollaender in der „Dreigroschenoper“ aufgriffen, spiegelt die Show ebenfalls wider, etwa, wenn „Die Moritat von Mackie Messer“ erklingt. Gleichwohl sorgen die vom Orchester gespielten Songs – darunter „Cabaret“, der „Lachfoxtrott“ und Lieder der Comedian Harmonists wie „Veronika, der Lenz ist da“ – für beste Stimmung. Ohne dabei das fatale Ende der „Goldenen 20er Jahre“ zu verschweigen: die sich abzeichnende Machtergreifung der Nazis.

Wer die Show kostenlos besuchen möchte, sendet bis Montag, 27. Januar, eine Postkarte mit
Telefonnummer und Absender an: Elbe Wochenblatt, Betreff: „Berlin Berlin“, Theodor-Yorck-Straße 6, 21079 Hamburg. Oder per E-Mail an post@wochenblatt-redaktion.de – der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

❱❱ Berlin Berlin
Kampnagel
Jarrestraße 20
Di-So, 11.-16 Februar, 19.30 Uhr, Sa/So auch 14.30 Uhr.
Ab 32 Euro, zuzüglich Gebühren
Tel. 01806 / 10 10 11 (20 Cent pro Anruf aus dem Festnetz, Mobilfunk maximal 60 Cent die Minute)
www.berlinberlin-show.com

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