Jan Fedder bei einer Drehpause des „Großstadtreviers“. Michael Borkowski hat das Bild vor einigen Jahren am Fischmarkt gemacht.
Anzeige


Michael Borkowski, Hamburg

Der Himmel sendete an dem Tag, als die Trauerfeier für Jan Fedder im Michel begann, seine Tränen. Aber trotz des ungemütlichen Wetters haben sich etliche Hamburger auf dem Weg gemacht um ihrem Kult-Volksschauspieler die letzte Ehre zu erweisen. Alle schauten betroffen auf die große Fernsehleinwand, auf der die Trauerfeier übertragen wurde.

Aber die Zuschauer sangen auch mit, als das Lied „An de Eck steiht’n Jung mit’n Tüdelband“ erklang. Einige umarmten sich dabei und schenkten sich Trost. Herzzereißend war dann am Schluss die Abschiedsrede seiner Witwe Marion Fedder, da blieb kein Auge mehr trocken. Dann war es so weit, der Sarg wurde aus dem Michel herausgetragen und alle wollten mit dabei sein, um Abschied zu nehmen. Sein Sarg wurde in einem mit roten Rosen beschmückten Bestattungswagen geschoben, um seine letzte Reisen anzutreten, durch St. Pauli, wie Jan Fedder es sich gewünscht hatte. Es folgen ihm in Stadtrundfahrt-Bussen zahlreiche Bekannte, Freunde, Politiker, Prominente. Und natürlich auch die Polizei.

Ich als Bürgerreporter Michael Borkowski, der dich für einen der ganz Großen halte, wünsche dir auch eine gute Fahrt. In den Herzen der Hamburger wirst du ewig leben und ich hoffe, dass auch du irgendwann, wie Udo Lindenberg ihn schon bekam, einen Stern auf dem Walk of Fame von St. Pauli bekommen wirst. Den hättest du dir verdient. Vor ein paar Jahren habe ich ein Autogramm von dir erhalten, damals hast du nicht mit Jan Fedder unterschrieben, sondern mit „Bis dann, Jan“. Das kann dir wohl jeder von uns zurückgeben: „Bis dann Jan.“

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here