Christoffer Sach wird die Michaelisgemeinde nach sechs Jahren verlassen. Foto: wittenburg

Abschiedsgottesdienst am 26. Januar – Pastorin Elisabeth Fischer-Waubke übernimmt die Vertretung

Wolfgang Wittenburg, Süderelbe. Pastor Christoffer Sach verlässt die Michaeliskirche und wechselt auf die andere Elbseite, um in Aumühle eine Einzel-Pastorenstelle zu übernehmen. Am 26. Januar nimmt die Gemeinde nach sechs Jahren in einem Gottesdienst Abschied von dem Geistlichen.
Geboren wurde der Sohn einer Grundschullehrerin vor 42 Jahren in Bergedorf, aufgewachsen ist er in Kirchwerder, wo sein Vater 35 Jahre lang Pastor war. Nun zieht es Pastor Christoffer Sach mit seiner Ehefrau, einer Diplompädagogin, der siebenjährigen Tochter und dem vierjährigen Sohn von Neugraben zurück auf die andere Elbseit.
Die Bewerbung nach Aumühle klappte auf Anhieb: „Ich möchte mich der Herausforderung einer Einzel-Pastorenstelle annehmen, und mich reizt besonders, dass ich in Aumühle zu 25 Prozent fest als Senioren-Seelsorger fürs Augustinum eingeplant bin“, so Sach. Seine Stelle in der Michelisgemeinde soll demnächst wieder besetzt werden, inzwischen übernimmt Pastorin Elisabeth Fischer-Waubke die Vertretung.
Eigentlich wollte Sach Jurist werden, sattelte dann aber doch auf Theologie um, die er in Hamburg und München studiert hat. „Bei mir gibt es natürliche und übernatürliche Gründe, Pastor zu werden“, meint Christoffer Sach. „In meiner Familie habe ich Glauben in Freiheit erfahren und wir wohnten direkt neben Kirche und Friedhof.“
Und die übernatürlichen? „Bei der Bundeswehr in Lüneburg habe ich mich mit den Themen Krieg und Frieden und den Warum-Fragen intensiv beschäftigt. Damals war ich ein Unikat unter den Kameraden, weil ich mich für den Sonntagsgottesdienst vom Truppendienst habe befreien lassen.“
Sechs Jahre war Sach Pastor in Neugraben. Was unterscheidet die Michaelisgemeinde von der neuen Gemeinde in Aumühle? „In Aumühle ist alles kleiner und etwas dörflicher – in Zahlen sind es 1.500 Gemeindemitglieder, statt 5.500 hier. Sicher ist es auch etwas konservativer, Michaelis ist ja bekannt fürs Unkonventionelle.“

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