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Gaby Pöpleu, Hamburg-Süd. Der HVV nennt es „Angebotsoffensive II“, „Quantensprung“ und „einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum HamburgTakt“ (Fünf-Minuten-Takt für alle Hamburger, Anm. d. Red.). Mit dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember sollten Bus- und Bahnverkehr deutlich verbessert werden, hatte der HVV angekündigt. Doch nicht alle Harburger sind glücklich mit dem neuen Fahrplan. Besonders bei der Buslinie 340, der 140, und in der Bremer Straße war offenbar noch Sand im Getriebe.
Immerhin: Die S3 fährt zwischen Neugraben und Buxtehude jetzt länger im Zehn-Minuten-Takt., es sollen verstärkt Langzüge eingesetzt werden. Die S31 zwischen Harburg-Rathaus und Neugraben wird 90 Minuten länger fahren als bisher. Die Verbindung zwischen Harburg und Bergedorf wurde ausgebaut: Die bisherige EilBus-Linie E30 wird zur zuschlagsfreien XpressBus-Linie X30. Sie wird während der Hauptverkehrszeit künftig im 20-Minuten-Takt (statt bisher 30 Minuten-Takt) verkehren.
Schon seit 1. Dezember gibt es Veränderungen bei den Stadtbuslinien 140, 340 und 144: Der 144er wurde eingestellt, stattdessen können Fahrgäste zwischen Bahnhof und Appelbütteler Weg den 340er nutzen. Der 340er Bus fährt andererseits nur noch bis zur S-Bahn Neuwiedenthal. Wer weiter nach Neugraben will, muss den 140er nehmen, der auch das Neubaugebiet Vogelkamp anbinden soll.
In der Bremer Straße wurde die Taktung massiv beschnitten. Von gut 90 Abfahrten blieben noch 60 übrig. Nach massiven Beschwerden änderte der HVV den Plan. Ab Mitte/Ende Januar wird der Takt der Linie 340 im Bereich der Bremer Straße passend zu den Regionalbuslinien zum gleichmäßigen 20-Minuten-Takt, in den Hauptverkehrszeiten sogar zum 10-Minuten-Takt verschoben. Für den Schülerverkehr wird es morgens gegen 7.30 Uhr und mittags gegen 13 Uhr zwei zusätzliche Fahrten geben.
Ingrid Preuß (62) kann dem neuen Fahrplan nichts Positives abgewinnen: 30 Jahre fuhr sie mit dem 340er der KVG (wurde jetzt als verkürzte Linie von der Hochbahn übernommen) zum S-Bahnhof Neugraben, muss jetzt den 140er nutzen. Doch der 140er hält nicht an der S-Bahn Neugraben, sondern an der CU-Arena auf der anderen Seite der Bahnlinie. Nach einer Hüft-OP kann sie die Treppen nicht bewältigen. „Man muss über steile, unbeleuchtete Metalltreppen, über eine glitschige Brücke und dann noch 200 Meter weit laufen“, ärgert sie sich.

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