Vergangenheit: Angela Westfehling und Vorwärts Ost. Foto: düse

Waldemar Düse, Georgswerder. Rumort hatte es intern bereits seit Monaten. Am Ende waren die Risse nicht mehr zu kitten. Nachdem Angela Westfehling Anfang Oktober auf einer Außerordentlichen Mitgliederversammlung vom Vorsitz des Sportvereins Vorwärts 93 Ost zurückgetreten war, wählte der kleine Verein im Schatten des „Energiebergs“ drei Wochen später einen neuen Vorstand. An seiner Spitze steht nunmehr Westfehlings ehemaliger Weggefährte Gottfried Weiß, Cousin des langjährigen Ligatrainers Mario Weiß. Schatzmeister des Klubs ist nun Uwe Wiegand, der gemeinsam mit seiner Frau Angela gleichzeitig die Gastronomie im Vereinshaus betreibt. Angela Wiegand ist auch zur neuen Schriftführerin gewählt worden.
„Das war absolutes Mobbing“, lässt Westfehling kein gutes Haar an der Art und Weise des Endes ihrer Tätigkeit. So sei etwa an gezahlten Aufwandsentschädigungen nichts Gemauscheltes gewesen, sondern es sei alles vom Vorstand beschlossen worden. Zudem „ist alles, was ich entwickelt habe, verändert worden.“ Im Besonderen die Vereinsgastronomie.
Eine Sichtweise, die Mario Weiß, Ligatrainer und starker Mann des Klubs im Hintergrund, nicht teilt. „Angela Westfehling hat jahrelang gute Arbeit geleistet und den Verein gut geführt. Aber wir wollten Veränderungen, weil die Gastronomie herunter gewirtschaftet war. Seit anderthalb Jahren haben wir mit ihr vergeblich um eine Lösung gerungen“, so Weiß. Nun sei wieder „Leben im Laden. Um Aufwandsentschädigungen ist es nie gegangen.“
Angela Westfehling hingegen macht keinen Hehl daraus, dass sie das für keine gute Entwicklung hält. Die Räumlichkeiten sind auf ihre Initiative hin renoviert worden. „Daraus soll nun eine Kneipe gemacht werden.“
Das scheint die komplette „alte Garde“ der Vereinsmitglieder ebenso zu sehen. Zwölf von ihnen sind ebenfalls aus dem Verein ausgetreten. Für einen Klub, der nur aus um die Hundert Mitgliedern besteht, eine erhebliche Anzahl.
Ein Vorgehen, für das Mario Weiß kein Verständnis aufbringt. „Aus dem Verein rauszugehen und dann noch anderen Mitglieder dazu zu bringen, ihn auch zu verlassen, so etwas tut man nicht.“ Gerade weil es sich um Mitglieder handele, die bis zu 70 Jahre im Verein gewesen sind.

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