Werner Pfeiffer vor der Lagerhalle am Lotsekai 1. Foto: André Lenthe Fotografie

Werner Pfeifer, Journalist, Musiker und Betreiber
der Fischhalle, hat Pläne für eine Lagerhalle

Andreas Göhring, Harburg. Mach es noch einmal, Werner Pfeifer! Der Retter der Fischhalle hat eine weitere historische Halle im Harburger Binnenhafen im Visier. Eigentlich soll die „Lagerhalle V“ an der Holzhafen-Klappbrücke abgerissen werden, aber der Journalist und Musiker will sie sanieren und zu einem Zentrum für Künstler und Kreative umbauen. Zunächst ist das nur eine Idee, aber Pfeifer hat schon jetzt namhafte Unterstützer.
Harburgs scheidender Baudezernent Jörg Penner sagte in der Binnenhafenbegleitgruppe: „Das ist eine großartige Idee.“ Seine Kollegin aus dem Bezirksamt, Sozialdezernentin Anke Jobmann, war auch sofort begeistert und sagte. „Wir brauchen noch viel mehr von solchen Ideen.“ Damit hatte die Idee schon mal Fahrt aufgenommen.
Ein Selbstgänger ist es aber noch lange nicht. Denn die Lagerhalle V gehört wie die daneben stehende Backsteinhalle, in der zurzeit die Freiwillige Feuerwehr Harburg residiert, der Stadt ­– genauer dem Landesbetrieb Immobilien und Grundvermögen (LIG). Der plant eigentlich, beide Hallen nach Auszug der Feuerwehr in ihr neues Domizil an der Seehafenbrücke abzureißen und an einen Investor zu verkaufen. Tatsächlich gab es schon einen Projektentwickler aus Harburg, der sich für die Immobilie interessierte.

Wir brauchen noch viel mehr von solchen Ideen
Anke Jobmann,
Sozialdezernentin
Bezirksamt Harburg

Nun muss Pfeifer auch den LIG von seiner Idee überzeugen. Ganz aussichtslos scheint das nicht, denn bevor Pfeifer seine Idee präsentierte, war Staatsrat Matthias Kock von der Stadtentwicklungsbehörde zu Gast in der Begleitgruppe. Und der hatte mitgeteilt, dass früher beim Verkauf von städtischen Grundstücken die gebotene Kaufsumme entscheidend war. Jetzt lasse sich die Stadt eher auf überzeugende Ideen ein.
Was Werner Pfeifer in die Halle packen will, weiß er selber noch nicht genau: „Ich will hier vor allem kreative junge Leute reinholen.“ Vielleicht gibt es Ateliers und Läden für Kreative, vielleicht auch ein kleines Kino. Pfeifer: „Das wird sich entwickeln.“ Politik und Verwaltung könnten das ohnehin nicht vorgeben oder gar planen. „Wichtig ist nur, dass sie uns Freiräume geben und dort, wo es nötig ist, unterstützen.“

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