Buntes Treiben: Die CDU-Politiker Sören Ehrlich (li.) und Philipp Heißner auf dem Eidelstedter Wochenmarkt. Foto: cvs
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Ch. v. Savigny, Eidelstedt

Wie ein großer, langer Schlauch zieht sich die Fläche des Eidelstedter Wochenmarkts einmal halb um das angrenzende Bürgerhaus und endet schließlich vor dem Einkaufszentrum „Eidelstedt Center“. Schon seit jeher müssen die örtlichen Marktbeschicker – etwa 30 bis 40 Verkaufsstände gibt es – mit relativ wenig Platz auskommen. Doch nun droht dem beliebten Einkaufstreff im Herzen des Stadtteils nochmal eine Verschärfung des Problems: Mitte des nächsten Jahres soll die lange geplante Sanierung des Eidelstedter Bürgerhauses beginnen.

„Damit der Markt nicht verkleinert werden muss und alle erforderlichen Rettungswege eingehalten werden können, ist eine Kooperation mit dem Eidelstedt Center notwendig“, sagen Sören Ehrlich, CDU-Abgeordneter im Regionalausschuss Stellingen/Eidelstedt, und sein Parteikollege Philipp Heißner aus der Hamburgischen Bürgerschaft. Die beiden Politiker, selbst Anwohner und regelmäßige Marktbesucher, schlagen vor, einen Teil der Marktstände auf die Grünfläche westlich des Centers zu verlagern. „Schon als das Einkaufszentrum umgebaut wurde (bis Ende Juni 2019, d. Red.), sind die Händler hier zwischenzeitlich in Containern untergekommen“, so Ehrlich. „Warum sollte man also dort keine Marktstände hinstellen können?“

Das besagte Grundstück gehört zum Eidelstedt Center. Dessen Manager Marcus Czerwionka bestätigt, eine entsprechende Anfrage erhalten zu haben. „Die Politiker stellen sich das immer so einfach vor – aber ganz so einfach ist es nicht“, sagt er. Zum Beispiel gebe es dort keinerlei Anschlüsse für Strom und Wasser. „Die müsste man teuer bereitstellen“, so Czerwionka. Zudem habe man dort erst kürzlich neue Pflanzen gesetzt und einen Spielplatz errichtet – das Platzangebot sei also deutlich geschrumpft. „Warten wir ab, was das Bezirksamt dazu sagt“, sagt der Chef des Eidelstedt Centers.

Laut Ehrlich und Heißner ist der Eidelstedter Wochenmarkt ausgesprochen beliebt und hat sich auch innerhalb der Hamburger Stadtgrenzen seinen dörflichen Charakter bewahrt. „Von dieser Besucherdichte können andere Märkte nur träumen“, sagt Heißner. Erst vor einem Jahr war die „Pyramide“, eine Bühne neben dem Eingang des Bürgerhauses, abgerissen worden, um mehr Platz für den Markt zu schaffen. Laut Bezirksamt Eimsbüttel wird der Vorschlag aus der Politik zurzeit geprüft. „Bis Ende Januar wollen wir dazu ein Ergebnis haben“, sagt Sprecher Kay Becker.

1 KOMMENTAR

  1. Es wäre sehr schade, wenn dieser Markt verschwindet. Ich gehe öfter auf Wochenmärkte, ich finde, diese gehören dazu – auch dieser! Mensch kennt sich und redet miteinander. Es wäre falsch!

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