Gaby Pöpleu, Hamburg-West

Das neue Jahr naht. Auch für Hamburger wird sich einiges ändern. Wer profitiert von neuen Regelungen, wer nicht? Worauf können wir uns im kommenden Jahr freuen – worüber nicht? Das Elbe Wochenblatt verschafft einen Überblick:

Schwieriger wird’s auf jeden Fall für Bäcker, Pommesverkäufer, Friseure: Alle müssen in Zukunft für jeden verkauften Artikel einen Bon ausdrucken – eine Maßnahme gegen elektronische Mogelkassen. Marktverkäufer können Ausnahmen beantragen.
Der Umwelt soll es in Zukunft besser gehen. Die Flug-Urlaubsreise wird deshalb teurer: Ab 2020 gibt’s beim Fliegen einen Aufschlag für den Klimaschutz, den die Fluggesellschaften an die Kunden weitergeben. Und für Strom müssen alle tiefer in die Tasche greifen: Die EEG-Umlage zur Förderung von erneuerbaren Energien wie Windkraft- und Sonnenenergie steigt, auch das werden die Anbieter an die Kunden durchreichen.

Doch es gibt auch Grund zur Freude. Für alle Arbeitnehmer ein Plus: Höhere Grund- und Kinderfreibeträge sorgen für mehr Netto vom Brutto. Anerkennung für Soldaten: Sie können in Zukunft kostenlos Bahn fahren.
Familien werden entlastet: An Pflegekosten zum Beispiel für die Eltern muss sich nur noch beteiligen, wer über 100.000 Euro jährlich verdient. Viele Azubis können sich ebenfalls schon mal freuen: Ab 1. Januar muss der Chef im ersten Ausbildungsjahr mindestens 515 Euro monatlich zahlen, im zweiten 615 Euro, im dritten 715 Euro. Achtung: Steht etwas anderes im Tafifvertrag, gibt’s Ausnahmen.
Um mehr Menschen für Pflegeberufe zu interessieren, wird die Ausbildung komplett umgestellt: In Zukunft muss kein Schulgeld mehr gezahlt werden, stattdessen gibt’s eine Ausbildungsvergütung.

Außerdem: Der Mindestlohn steigt von bisher 9,19 Euro auf 9,35 Euro. Rentner dürfen mit einem Plus von 3,15 Prozent ab Juli rechnen.
Sozialhilfe und Hartz IV werden ebenfalls steigen, die Regelsätze für die Gundsicherung steigen zwischen fünf und acht Euro. Auch der Unterhaltsvorschuss für Kinder, den der Staat zahlt, wenn Elternteile ihrer Pflicht nicht nachkommen, steigt zum 1. Januar, weil das gesetzlich festgelegte Existenzminimum erhöht wurde.
Auf Wohngeld haben in Zukunft mehr Menschen Anspruch. Besonders Mieter in teuren Städten wie Hamburg sollen profitieren.

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