Immer wieder brechen dicke Äste von der Esche ab - gefährlich für Laubenbesitzer Andreas Gora. Foto: privat

Gaby Pöpleu, Wilhelmsburg. Immer wieder krachen morsche Äste einer Esche dicht neben der Gartenlaube in den Kleingarten von Andreas Gora. Der alte Baum ist brüchig, die Fällung überfällig – da sind sich im Grunde alle einig. Doch trotzdem steht die Esche noch, gefährdet Passanten. „Kein Personal“ hieß es monatelang aus dem zuständigen Bezirksamt Mitte. Nun soll eine Firma beauftragt worden sein, die die Arbeiten bis zum Ende der Fällperiode Ende Februar erledigt.
Schon im August hatte Gora sich beim Wochenblatt gemeldet. Seit rund 50 Jahren steht die große Esche direkt an der südlichen Wilhelmsburger Wettern beim Kleingartenverein 719 am Kuckuckshorn, auf städtischem Grund. Schon seit Jahren sei der Baum in keinem guten Zustand, berichtete Gora, aber während nebenan Baupflegemaßnahmen zu beobachten seien, kümmere sich niemand um diesen Esche (das Elbe Wocheblatt berichtete).
Nun sind vier Monate verstrichen, bei zahlreichen herbstlichen Stürmen brachen immer wieder bis zu armdicke Äste von dem Baum ab. Geschehen ist immer noch nichts. Immerhin: Im September hatte eine Mitarbeiterin des Bezirksamtes zusammen mit einem Mitarbeiter einer Baumfällfirma Gora besucht. „Die Dame hat selber gesagt, sie würde ihre Kinder hier nicht spielen lassen, aus Angst dass Äste vom Baum abbrechen und herunterfallen“, erinnert er sich.
„Man sagte mir, ob die Arbeiten im September beginnen könnten, sei nicht sicher, da viel zu tun sei, aber im Oktober würde es ganz sicher klappen.“
Nun ist Dezember. Tatsächlich passiert ist nichts. Im Bezirksamt sei für ihn niemand zu erreichen, beklagt Gora. Auf Anfrage des Elbe Wochenblattes stellt sich heraus: Personalmangel und ein erhöhter Krankenstand sind schuld.
Immerhin: Inzwischen ist eine Firma mit den Arbeiten beauftragt worden, teilte Bezirksamtssprecherin Sorina Weiland mit. Doch wann der Baum gefällt wird, ist weiter unklar. „Bis zum Ende der Fällperiode“ habe die Firma zugesichert. Und das ist Ende Februar. Bis es soweit ist, wird Andreas Gora wohl weiterhin einen großen Bogen um die Esche machen müssen…

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