Foto: Archiv

Meine Frau, Beate heißt sie, war eine Zeit als Alltagsbetreuerin für ältere und teils pflegebedürftige Senioren/Innen in einem Harburger Altenheim tätig. Täglich sprachen wir über Gott und die Welt und natürlich auch über die Arbeit. Man kennts ja: Wie war Dein Tag etc….

Aber auch ich als ehemaliger Kundenberater für ein großes deutsches Telekommunikationsunternehmen hatte es täglich mit älteren Menschen zu tun.
Wir, also meine Frau und ich, haben viele nette und „süße“ Senioren/Innen kennen und schätzen gelernt. Eine Gemeinsamkeit haben wir festgestellt: Kaum Familienkontakt!

Zitat: „Seit 2 Jahren ist mein Mann tot. Ich habe einen Sohn und zwei Enkelkinder. Er lebt und arbeitet seit 10 Jahren in Bayern. Vor zwei Jahren, als ich Oma wurde, hat er mich hier mit seiner Familie besucht. Jedes Jahr zu Weihnachten ruft er mich wenigstens an.“

So oder so ähnlich geht es gefühlt jeden 3. oder 4. Senior in Deutschland. Die bittere Wahrheit ist trauriger Alltag. Sie wohnen alleine, größtenteils in einem großen Haus, und haben in der Regel keinen Ansprechpartner für Ihre Fragen und Sorgen. Das verunsichert ihren Alltag, insbesondere wenn Briefe im Behörden-Deutsch ins Haus flattern, die ohnehin kein Mensch versteht.

In Sachen digitale Technik haben sie große Scheu, weil der Nachwuchs kaum Interesse an jeglicher Kommunikation hat. Dabei habe ich festgestellt, dass man das Interesse und sogar die Neugier bei Senioren wecken kann, wenn man ihnen zeigt und erklärt, welche Möglichkeiten man damit hat. Die buchen teilweise Kurse, um mit der Technik besser umgehen und verstehen zu können.

Unsere Omas & Opas gehören zur Familie und haben den Grundstein dafür gesetzt. Wir waren schließlich alle mal Kinder und haben große Augen an Heiligabend gemacht. Heute sind wir groß und „ErLeben“ heute das Gleiche, wie sie es damals „VorgeLebt“ haben. Für unsere Kinder ist uns kein Weg zu weit und wir tun alles, damit es unseren Gören gut geht und glücklich sind. Genau diese grundlegende Verständnis müssen wir auch für unsere Omas und Opas haben.

In diesem Sinne: Frohe und besinnliche Weihnachten! Glück und Gesundheit nicht nur im neuen Jahr, sondern ein lebenlang!

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