Knöcheltiefer Schlamm ­– hier kommt niemand mehr durch. Foto: pr

Olaf Zimmermann, Moorburg. Wieder Ärger wegen der Baustelle in Moorburg. Seit über neun Monaten ist der Moorburger Elbdeich, die Lebensader des kleinen Stadtteils, komplett gesperrt. Jetzt wurde auch der schmale Asphaltstreifen, auf dem Radfahrer und Fußgänger die Baustellen gefahrlos durchqueren konnten, abgebaut. „Der Weg durch die Baustelle war schon immer etwas abenteuerlich, aber inzwischen wird es unzumutbar“, klagt Ralf Bock, Leiter des Kita „Kinderland Moorburg“.
Worum geht’s? Damit der Containerterminal Altenwerder eine südliche Straßenanbindung erhalten kann, wurde der Moorburger Elbdeich kurz vor der Kreuzung an der Waltershofer Straße vollständig für den Verkehr gesperrt. Die Hamburg Port Authority (HPA) lässt sich die Bauarbeiten 13 Millionen Euro kosten. Demonstrationen vieler Moorburger gegen die geplante Vollsperrung blieben ohne Ergebnis.
Immerhin wurde den Anwohnern zugesagt, dass Radfahrer und Fußgänger jederzeit gefahrlos durch die Baustelle gelangen könnten. Dafür wurde auch eigens ein Asphaltweg eingerichtet. Doch Mitte November fingen Bauarbeiter damit an, diesen Weg wieder zu entfernen. Inzwischen ist nichts mehr von ihm übrig.

Es wird ganz dringend ein abgezäunter, befestigter und sicherer Weg durch die
Baustelle
benötigt
Ralf Bock
Leiter Kita Kinderland
Moorburg

Ralf Bock: „Viele Menschen fahren mit dem Bus in die extra geschaffene ‘Moorburger Kehre’, um ihren Anschlussbus nach Neugraben oder Altona zu bekommen und müssen durch diese Baustelle. Ebenso Moorburger Kinder, die weiterführende Schulen besuchen. Viele Eltern der Kita Kinderland Moorburg parken oft vorne an der Kreuzung und gehen mit Kinderbuggys oder Laufrädern durch die Baustelle, um die Kinder in die Kita zubringen.“
Sein Fazit: „Es wird ganz dringend ein abgezäunter, befestigter und sicherer Weg durch die Baustelle für alle Fußgänger und Fahrradfahrer benötigt.“
Was sagt die HPA? „Der Verlauf der Arbeiten setzt zwingend voraus, dass Wegführungen für Radfahrer und Fußgänger während des laufenden Baubetriebs immer wieder angepasst werden müssen“, erläutert HPA-Sprecher Kai Gerullis.
„Dadurch sind zeitweise baustellenbedingte Unannehmlichkeiten und Beeinträchtigungen leider nicht immer zu vermeiden. Fußgänger und Radfahrer können vorübergehend über einen provisorischen mit Schotter befestigten Fuß-/Radweg mittig das Baufeld durchqueren. Nach aktuellem Stand kann ab Mitte/Ende Dezember 2019 der neue nördliche, gepflasterte Geh-/Radweg westlich der A7 Brücke von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden.“
Der Moorburger Elbdeich soll voraussichtlich Ende März 2020 freigegeben werden.

 

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