Dominik Bloh vor dem Duschbus. Foto: jan brandes

Horst Baumann, Hamburg-West

Erst war er nur eine Wunschvorstellung, jetzt ist GoBanyo, der mobile Duschbus fü̈r Obdachlose, Realitä̈t geworden. Obdachlose sollen künftig an vier Tagen in der Woche fü̈r jeweils fünf Stunden an drei festen Standorten den bunten Duschbus nutzen können.
Spenden für den Bus wurden mit einer Schwarmkampagne gesammelt, über die auch das Elbe Wochenblatt berichtet hatte: 3.500 Menschen aus ganz Deutschland waren es, die für den Bus im Durchschnitt 50 Euro und insgesamt 168.641 Euro gespendet haben. Initiator Dominik Bloh sagte: „Waschen ist Wü̈rde – doch leider hat nicht jeder Mensch die Chance dazu. Wir Menschen hinter GoBanyo haben ein Jahr an einer mobilen Lösung für dieses Problem gearbeitet.“

Im Sommer wurde ein ausrangierter und gespendeter Linienbus der Hamburger Hochbahn umgebaut. Mit voll ausgestatteten Badezimmern und frischer Unterwä̈sche. Obdachlose können sich dort in Ruhe pflegen – dank abschließbarer Badezimmer sogar in Privatsphäre. „So erlangen sie ihre Würde und ihr Selbstwertgefühl zurück“, so Bloh. Über den fertigen Bus, das Angebot und die Dusche sagt Bloh: „Es ist ein angenehmer Raum. Man fü̈hlt sich dort einfach wohl. Es ist wü̈rdevoll gemacht und man hat viel Platz.“

❱❱ Die Betriebszeiten zum Start: Seit dem 9. Dezember montags am Fischmarkt von 10-15 Uhr; ab 12. Dezember donnerstags am Millerntor von 9-14 Uhr, www.gobanyo.org

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