Informationsstand von Amnesty International Harburg
Am 10. Dezember, Internationaler Tag der Menschenrechte, gibt es einen Informationsstand von Amnesty International gegen die Todesstrafe in Belarus
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Amnesty International Harburg gegen die Todesstrafe in Belarus

Am 10. Dezember, dem jährlichen „Tag der Menschenrechte“, wird die Harburger Gruppe der Menschenrechtsorganisation Amnesty International in der Bücherhalle Harburg (Eddelbüttelstraße 47A) ab 14.00 Uhr über die Menschenrechtslage in Belarus (Weißrussland) informieren und eine Petition für die Abschaffung der Todesstrafe in Belarus auslegen.

 

Belarus ist das einzige Land in Europa, in dem die Todesstrafe noch verhängt und vollstreckt wird. 2019 wurde mindestens 1 Gefangener, nämlich Aliaksandr Zhylnikau, hingerichtet.

Die Todesstrafe in Belarus wird noch zusätzlich belastend durchgeführt: Gefangene in der Todeszelle werden erst wenige Momente vor ihrer Hinrichtung über die Exekution informiert. Man bringt sie in einen Raum, in dem ihnen in Anwesenheit des Gefängnisdirektors, des Staatsanwalts und eines weiteren Mitarbeiters des Innenministeriums mitgeteilt wird, dass ihr Gnadengesuch abgelehnt wurde und das Todesurteil nun vollstreckt wird. Dann werden sie in einen angrenzenden Raum gebracht. Dort zwingt man sie, sich hinzuknien und schießt ihnen in den Hinterkopf. Der Leichnam wird anschließend nicht den Familien überstellt. In den meisten Fällen werden die Angehörigen erst nach der Exekution von der Hinrichtung in Kenntnis gesetzt. Der Bestattungsort wird ihnen nicht mitgeteilt.

Der 10. Dezember ist jedes Jahr der Tag der Menschenrechte, da diesem Tag im Jahr 1948 die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet wurde. Darin wurde das „Recht auf Leben“ in Artikel 3 festgelegt, womit die Todesstrafe ausgeschlossen ist.

Seit vielen Jahren schon organisiert die Harburger Gruppe von Amnesty International jeweils am 10. Dezember Veranstaltungen, Informationsstände und andere Events, um die Einhaltung der Menschenrechte einzufordern.

 

 

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