Das Heimatmuseum in der Kirchdorfer Straße ist fester Bestandteil der Kulturszene. Foto: MEW

Für die Sanierung stehen zehn Millionen Euro
bereit – Wiedereröffnung am 17. Februar 2022 geplant

Ch. v. Savigny, Wilhelmsburg.
Größere, barrierefreie Räume, ein moderner Fahrstuhl – und eine ganz neue Ausstellung: Das Museum Elbinsel Wilhelmsburg, das im ehemaligen „Amtshaus“ in der Kirchdorfer Straße zuhause ist, wird innerhalb der nächsten zwei Jahre umfassend renoviert und saniert. Für rund zehn Millionen Euro soll das fast 300 Jahre alte Gebäude neue Heizungen sowie Versorgungsleitungen für Strom und Wasser bekommen.
Im Zuge der Rundumsanierung werden auch die Fenster ausgetauscht, der Dachboden ausgebaut und ein gläserner Aufzug an der Außenwand angebracht. Kernstück des neuen Elbinselmuseums wird eine Ausstellung über das Thema „Hamburger Sturmflut“ sein. Geplanter Termin der Wiedereröffnung ist der 17. Februar 2022, der 60. Jahrestag der Flutkatastrophe. Bis dahin bleibt das Museum geschlossen.
Eigentümer und Bauherr ist der zur Finanzbehörde gehörende Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG). „Mit der Maßnahme leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der kulturellen Vielfalt an diesem für Hamburg wichtigen Ort“, sagt Finanzsenator Andreas Dressel (SPD). Die Flutkatastrophe von 1962 nehme im kollektiven Gedächtnis der Stadt einen wichtigen Platz ein. „Aufgrund der geografischen Lage eignet sich das Museum Elbinsel besonders dafür, Teile der Ausstellung diesem tragischen Ereignis zu widmen. Für Wilhelmsburg ist dieses Projekt ganz sicher ein Gewinn.“
Das Museum Elbinsel Wilhelmsburg (MEW) wurde im Jahr 1907 gegründet und steht auf den Grundmauern des „Adeligen Sitzes Stillhorn“, einem Schloss der Groten, das wegen Baufälligkeit abgerissen werden musste. Der Gewölbekeller von 1620 sowie Teile des Burggrabens sind noch vorhanden und können besichtigt werden. Das Haus steht unter Denkmalschutz und wird ehrenamtlich vom Museum Elbinsel Wilhelmsburg e.V. betrieben. Pro Jahr wurden in der Vergangenheit mehr als 10.000 Besucher gezählt. Statt wie bisher nur sonntags soll das Museum künftig an drei Tagen in der Woche (mittwochs, sonn-abends und sonntags) geöffnet haben. Der Eintritt bleibt weiterhin kostenlos.
Für seine Sturmflutausstellung ist der Verein noch auf der Suche nach spannenden Exponaten. „Das kann zum Beispiel ein Schlauchboot von damals sein, vielleicht ein Koffer oder ein Paar Gummistiefel“, sagt Museumsleiter Holger Blank. Kontakt: Tel 31 18 29 28 oder per E-Mail an leitung@mew-hamburg.de

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