Christine Kruse (li.) und Carolin Schulz leiten gemeinsam das Bürgerhaus Bornheide. Foto: cvs

Ch. v. Savigny, Osdorfer Born

Aus „Osborn“ wird „Osborn53“: Zusammen mit dem neuen Namen – angelehnt an die frühere Postleitzahl des Osdorfer Borns – geht die Stadtteilkantine im Bürgerhaus Bornheide jetzt mit einem eigenen Unterhaltungs- und Mitmachprogramm an den Start: Angeboten werden unter anderem Kreativ-Workshops, Lesungen und Gesprächsrunden zu ausgewählten Themen (siehe Seite 3). Zudem wurde der Speisesaal dank einer Förderung über das RISE-Programm („Rahmenprogramm integrierte Stadtteilentwicklung“) in Höhe von 50.000 Euro mit neuen Tischen und Stühlen ausgestattet. Christine Kruse, Leiterin des Bürgerhauses, freut sich über den Neuanfang für die Borner Kantine: „Wir sind alle mit viel Engagement und Herzblut dabei“, sagt sie.

Ein neues Programm und neues Essensangebot

Konzipiert wurde das Programm – Laufzeit: November bis Februar – von Carolin Schulz, die seit dem Sommer 2019 die zweite Leitungsstelle innehat. Aus dem Quartiersfonds des Bezirksamts Altona gab es dafür 15 Personalstunden zusätzlich. „Kulturveranstaltungen waren schon immer mein Steckenpferd“, berichtet Schulz, die in Konstanz das Fach Literatur, Kunst und Medien studierte. Über die Programmplanung hat sie schnell Kontakt zu den Bornern aufnehmen können – so zum Beispiel mit „Go-Peter“, der seinen Besuchern ab sofort (jeweils dienstags um 16 Uhr) die fernöstliche Brettspielkultur nahebringt.

Da Carolin Schulz auch das – flott geschriebene – Programm selbst verfasst hat, verwundert es nicht, dass sie selbst mit einer Kollegin eine monatliche Schreibwerkstatt (mit Kaffeeausschank) anbietet. „Die Idee, dass die Kantine als neues Herzstück fungieren soll, gab es schon länger“, sagt Schulz. „Denn beim Essen trifft man sich ja sowieso.“
Für den Versuch der „Revitalisierung“ der Stadtteilkantine gibt es noch einen weiteren Grund: 2013 als „Bürgercafé“ gestartet und 2017 vom Beschäftigungsträger „Kooperation Arbeiten, Lernen und Ausbildung“ (KoALA) übernommen, schreibt das Café schon längere Zeit rote Zahlen.

„Momentan geben wir rund 50 Mittagessen pro Tag aus“, so Leiterin Christine Kruse. „Ab 60 Essen aufwärts wären wir schon deutlich zufriedener.“ Das „Osborn53“ bietet wochentags zwischen 11.30 und 14 Uhr frisch zubereitete Speisen zu zivilen Preisen an, auch Frühstück (ab 9 Uhr) und Nachmittagskaffee und -kuchen (bis 17 Uhr) werden ausgegeben.

Regelmäßige Angebote:
– Ehrenamtlichenfrühstück: jeden ersten Montag im Monat von 10 bis 11 Uhr
– Schreibwerkstatt: jeden ersten Montag im Monat von 14 bis 15.30 Uhr
– Go spielen mit Peter: dienstags zwischen 16 und 18 Uhr
– Männer-Gesprächskreis: jeden zweiten Dienstag im Monat von 19 bis 21 Uhr
– Poker-Workshop: jeden ersten und letzten Dienstag im Monat von 19 bis 22 Uhr
– Gesundes Frauenfrühstück: mittwochs von 9 bis 11 Uhr (6./20. November, 4./18. Dezember, 8./22. Januar, 5./19. Februar)
– Popwissenschaftlicher Gesprächskreis: mittwochs von 18 bis 19.30 Uhr (6./20. November, 4./18. Dezember, 8./22. Januar, 5./19. Februar)
– Mundmische: Abendbrot und gemeinsames Jammen mit Alex: donnerstags von 19 bis 22 Uhr
– Stadtteilbüro: jeden zweiten und vierten Freitag im Monat von 14 bis 16 Uhr
– Spiel, Sport, Spaß mit Mo und Ruben: freitags von 15 bis 17 Uhr
– Outdoor-Kreativwerkstatt: freitags von 17 bis 20 Uhr (8./22. November, 13. Dezember)

Weitere Termine (Auswahl):
So, 12./19./26. Januar, jeweils 15-17 Uhr: „Dreiklang“ – Lesungen in russischer, deutscher und türkischer Sprache
Mo, 3. Februar, 19-22 Uhr:
Theaterworkshop
Di, 4. Februar, 19-22 Uhr: Chortreffen der Osdorfer Chöre
Mi, 5. Februar, 19-22 Uhr:
Tanz-Workshop

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