Markus Weinberg (CDU), Ewald Aukes (FDP), Farid Müller (Grüne) und David Stoop (Linke, v.l.) beim „Pegelstand“, eine Infoveranstaltung, zu der der Verein „Zukunft Elbinsel“ ins Bürgerhaus Wilhelmsburg geladen hatte. Foto: grundke

Verein „Zukunft Elbinsel“ befragte Vertreter von Grünen, CDU, Linken
und FDP

Sebastian Grundke, Wilhelmsburg.
Im September hatte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) auf Einladung des Vereins „Zukunft Elbinsel“ im Bürgerhaus Wilhelmsburg Rede und Antwort gestanden. Jetzt sollten an gleicher Stelle die Spitzen von Grünen, CDU, FDP und Linken befragt werden. Doch mit Markus Weinberg (CDU) war nur ein Spitzenkandidat auf die Elbinsel gekommen. Grüne (Farid Müller), FDP (Ewald Aukes) und Linke (David Stoop) schickten eher die „zweite Garde“. Von der SPD war niemand geladen – musste auch nicht, deren Positionen hatte ja bereits der Bürgermeister ausführlich erläutert.
Die wichtigste Erkenntniss für die rund 130 Besucher: Die Grünen rücken von der geplanten A26 Ost ab. „All die Zahlenprojektionen über die Container, die in den Hafen heraus und hereinwollen, sind nicht eingetreten“, sagte Farid Müller, der an Stelle der verhinderten Katharina Fegebank für die Grünen sprach. Man wisse deshalb, dass auch der prognostizierte Lkw-Verkehr nicht eintreten werde. „Deswegen sagen wir als Grüne, dass man die Zahlen noch einmal anschauen muss.“ Das sei eine Aufgabe für den neuen Senat.
Und was meint Markus Weinberg? „Wir sind auch ein Industriestandort. Und wir müssen die Vereinbarungen, die im Hinblick auf die A26 vor vielen Jahren – ich meine, es war 2010 – getroffen wurden, auch einhalten“, so der CDU-Spitzenkandidat. „Ich weiß, dass das Projekt hier nicht beliebt ist, und deswegen bitte ich um Verständnis dafür, dass wir für die Wirtschaft auch die großen Trassen brauchen. Es ist also nicht die Frage, ob A26 oder neue Köhlbrandquerung, sondern die Antwort ist, dass wir beides brauchen.“
Organisator Manuel Humburg vom Verein „Zukunft Elbinsel“ kritisierte die mangelnde Unterscheidbarkeit der Parteien: „Alle wollen offenbar auf der einen Seite die Verkehrswende, halten aber auf der anderen Seite am geplanten Bau der A26 fest“, sagte er. Dabei sei das Projekt ein Dinosaurier.

SPD beleidigt
Aus Verärgerung darüber, dass kein SPD-Vertreter auf dem Podium saß, führten die Wilhelmsburger Sozis zeitgleich zur Diskussion von „Zukunft Elbinsel“ eine eigene Veranstaltung durch – ebenfalls im Bürgerhaus. Doch am Klönschnack mit Innensenator Andy Grote und dem Bürgerschaftsabgeordneten Michael Weinreich nahmen nur wenige Bürger teil.

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