Das Eidelstedter Bürgerhaus wird für insgesamt 10,6 Millionen Euro umfassend saniert, wie der Senat in der vergangen Woche beschlossen hat. Das ehemalige Schulgebäude an der Alten Elbgaustraße wird um rund ein Drittel auf 400 Quadratmeter erweitert. Die bislang benachbarte Bücherhalle wird dort einziehen, außerdem ist ein Café geplant.
Der zunächst mit 2,6 Millionen Euro veranschlagte Umbau hat sich damit im Verlauf der langen Planungsphase erheblich verteuert (das Elbe Wochenblatt berichtete). Die Stadt, der Grundstück und Gebäude gehören, musste die Finanzierungslücke schließen.

Holger Börgartz, der Geschäftsführer des Bürgerhauses, nahm die Nachricht aus dem Rathaus mit Erleichterung auf. „Ich freue mich sehr, dass die Sicherstellung der Finanzierung trotz der unerwartet hohen Kostensteigerung gelungen ist. Dies zeigt, dass alle Beteiligten voll hinter dem Projekt Modernisierung des Bürgerhauses stehen und dies auch tatkräftig umsetzen.“ Börgartz versteht die Entscheidung auch als Wertschätzung der Arbeit des Bürgerhauses für den Stadtteil und überhaupt für Eidelstedt.

Die Eidelstedter SPD-Bürgerschaftsabeordnete Martina Koeppen sprach von einer „wunderbaren Nachricht“ für die Eidelstedter und einem „Gewinn für die Stadtteilkultur“.
Bis Ende Februar 2020 laufen die Angebote im Bürgerhaus wie gewohnt weiter. „Auf der Grünfläche hinter der Sporthalle am Ekenknick werden wir voraussichtlich ab März 2020 zumindest einen Teil unserer Arbeit in einem kleinen Container-Exil weiterführen“, so Börgartz.

Seit 2001 leitet der Diplompädagoge, der aus Bremen nach Hamburg kam, das Bürgerhaus, doch so dynamisch wie zuletzt hat er das dörfliche Eidelstedt noch nicht erlebt. „Wir haben hier tatsächlich eine Aufbruchstimmung im Stadtteil.“.

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