Dreifeldsporthalle – noch ohne Dach: Arne Schäfer, Matthias Wendt (beide Schulbau Hamburg, v. l.), Karsten Hamdorf (HdJ-Interimsleiter) und Dirk Voss (Schulleiter). Foto: cvs
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Es geht voran mit dem Neubau der Geschwister-Scholl-Stadtteilschule (GSST) in Osdorf: Nach der Grundsteinlegung im Sommer (das Elbe Wochenblatt berichtete) sind die Arbeiter zurzeit damit beschäftigt, den Rohbau fertigzustellen. Das insgesamt dreistöckige Gebäude (Erdgeschoss, erster und zweiter Stock) ist vierflügelig aufgebaut – in den einzelnen Trakten sollen später die einzelnen Jahrgänge oder auch Fächer wie Musik und Naturwissenschaften unterkommen.

Zum Neubau gehören eine moderne Dreifeldsporthalle und eine Mensa mit 300 Sitzplätzen. Geplante Übergabe ist nach den Sommerferien 2021. Während der sechs Wochen zuvor muss die Schule mit Sack und Pack von der alten Adresse am Böttcherkamp zum neuen Standort am Glückstädter Weg umziehen. Anschließend wird der Altbau, der seit längerem marode ist, abgerissen.

Die Gesamtkosten liegen bei 36 Millionen Euro. Ursprünlich war der Baubeginn für 2015 angedacht und der Einzug in die neuen Räume für Sommer 2017. Die Verzögerung hatte vor zwei Jahren im Stadtteil für großen Unmut gesorgt.

Zusammen mit dem Neubau wird auch ein neuartiges pädagogisches Konzept Einzug halten: Der lange Schulkorridor mit seinen davon abzweigenden Klassenzimmern hat ab sofort ausgedient – stattdessen werden die Jahrgänge in räumlichen „Clustern“ zusammengefasst. Dabei entspricht ein „Cluster“ jeweils einem Stockwerk mit Klassenräumen, Lehrerzimmer, sowie Gruppen- und Einzelarbeitsbereichen, die konzentrisch um eine „offene Mitte“ angeordnet sind.

„Die Grundidee ist, dass wir Verantwortung an die Schüler weitergeben wollen“, sagt Schulleiter Dirk Voss. Die neuartige Raumaufteilung soll Lust aufs Lernen machen, gleichzeitig aber auch gemütlich und einladend wirken. Weiterhin ist vorgesehen, Räume für Veranstaltungen zu öffnen und somit den Anwohnern zur Verfügung zu stellen. „Eine Stadtteilschule ohne Stadtteil ist aus unserer Sicht nicht vorstellbar“, so Voss.

Wie bisher schon soll das Haus der Jugend (HdJ) wieder in das Schulgebäude integriert werden. „Die neuen Räume sind zwar etwas kleiner als vorher, aber dafür intelligenter aufgeteilt“, sagt Karsten Hamdorf, kommissarischer HdJ-Leiter. „Die Idee mit der multiplen Raumnutzung finde ich sehr gut durchdacht. Die GSST ist eine Schule, die den Stadtteil belebt – das wird aus diesem Konzept sichtbar.“

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