Steht für anerkannte Vielfalt: Das Kino 3001 im Schanzenviertel. Foto: cv

Von Horst Baumann. Der Streit über die Zukunft des 3001 Kino in der Schanzenstraße ist beigelegt. Die Hamburg Kreativ Gesellschaft wird Zwischenmieter und vermietet die Fläche an den Kinobetreiber weiter. Der ab 1. April 2021 gültige Mietvertrag ist unbefristet. Laut Pressemitteilung der Kulturbehörde habe die Kreativgesellschaft zu „bezahlbaren Konditionen“ angemietet, und an die Kinobetreiber untervermietet.

Ralf Denecke, Geschäftsführer des 3001-Kinos lobt die „beharrliche Unterstützung“ von Kulturbehörde und Hamburg Kreativ Gesellschaft. „Nach zwei Jahren sind durchaus schwierige Verhandlungen zu einem Abschluss gekommen, die den Betrieb des 3001 Kino im Schanzenhof für die Zukunft ermöglicht.“

Ein Modell, um diesen besonderen
Ort zu sichern und das kulturelle Herz in der Schanze weiterschlagen zu lassen
Carsten Brosda,
Kultursenator

Das Programmkino hat einen Mietvertrag mit der HWS-Immobilien- und Vermögensverwaltung GmbH, der bis 2021 gilt. Nach dem Kauf des Schanzenhofs durch die HWS hatte es 2016 Streit zwischen dem Kinobetreiber und den Investoren gegeben (das Elbe Wochenblatt berichtete). Die Gespräche gestalteten sich als so schwierig, dass die Vermittlung von Kulturbehörde und Kreativgesellschaft nötig wurde. Nun sagt Maximilian Schommartz, Geschäftsführer HWS: „Wir wollten dem Kino eine langfristige Perspektive geben. Das ist nun mit Unterstützung der Kreativ Gesellschaft hervorragend geglückt.“

Seit 1991 gibt es das Kino, das jährlich für sein Kinoprogramm landes- und bundesweit ausgezeichnet wird. 14 bekannte andere Hamburger Programmkinos hatten sich mit dem 3001 solidarisiert, um es „für die Stadt, für den Stadtteil sowie für eine lebendige und vielfältige Kino- und Filmkultur in Hamburg“ zu erhalten. Viele kulturelle Angebote im Schanzenviertel wurden verdrängt oder sind wegen steigender Mieten von Verdrängung bedroht.

Kultursenator Carsten Brosda schätzt die Bedeutung des Kinos ähnlich hoch ein: „Ich freue mich sehr, dass unter Begleitung der Kulturbehörde alle gemeinsam ein Modell gefunden haben, um diesen besonderen Ort zu sichern und das kulturelle Herz in der Schanze weiterschlagen zu lassen.“

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